Zwischen dem, was wir suchen, und dem, was wir finden, liegt die leise Energie einer unerwarteten Begegnung.
Dieser queere Roman erzählt aus wechselnden Perspektiven von Freundschaft und Liebe, von Leben, die sich gegenseitig verändern.
Ein leises, poetisches Buch, das körperlich denkt und den Lesenden auf eine innere Reise mitnimmt, in der Zeit nicht linear, sondern emotional fließt.
Im Zentrum steht die Frage, wie Begegnungen geschehen, wie Menschen loslassen und einander erkennen, lange bevor sie sich verstehen.
Tjarven, eine sensible Architektin und Romantikerin, erlebt eine Begegnung, die ihr Leben für immer verändert. Aus der tiefen Freundschaft mit Sofia wächst unerwartet und über Jahre eine große Liebe - doch das Glück währt nicht ewig. Sofia stirbt, und Tjarven bleibt zurück, gefangen zwischen Wut, Trauer und der Angst vor der Zukunft.
Haltlos und betäubt vom Schmerz versucht sie, sich inmitten von Erinnerungen und Sofias innerer Stimme, dem Leben wieder zu öffnen - für neue Gefühle, neue Beziehungen.
Das Auftauchen eines Kelches führt Tjarven zu einer Bildhauerin und bringt die festgefahrene Trauer ins Rutschen. Auch andere Begegnungen stoßen tiefgründige, philosophische Fragen über das Leben, das Festhalten und das Loslassen an. Am Ende ist es wieder ein Winterspaziergang, der alles verändert.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie wir mit Veränderung umgehen. Denn vielleicht ist Identität kein fester Zustand, sondern etwas, das sich in Begegnungen immer wieder neu bildet.
Ein literarischer Roman über Verlust, Trauer und die unerwarteten Verschiebungen des Lebens - sinnlich, feinfühlig, intensiv und poetisch.