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Der Preis der Gleichgültigkeit

Der Preis der Gleichgültigkeit

von Anna Hordych
Softcover - 9783770569243
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Beschreibung

Leistet die Gleichgültigkeit Widerstand gegen den kapitalistischen Markt oder arbeitet sie ihm zu? Im Zentrum der Studie steht die Kippfigur der Gleichgültigkeit in der Literatur des 19. Jahrhunderts. Der Siegeszug des bürgerlichen Kapitalismus beruht auf monetären Äquivalenzen, die im „Zeitalter der Gleichheit“ (Tocqueville) von politischen und geschlechtlichen Semantiken gerahmt werden. Als abstrakter Gleichmacher scheint das Geld Tendenzen der Objektivierung zu verstärken und Gegenstrategien der Subjektivierung und Extravaganz herauszufordern. Gleichgültigkeit evoziert bei Emile Zola, Gottfried Keller, Guy de Maupassant, E.T.A. Hoffmann, Catherine Gore und Henry James mal ein aristokratisches Desinteresse des Subjekts, mal die Melancholie des Entzugs. So oszilliert das Erbe der Stoa in den Poetiken der Indifferenz des 19. Jahrhunderts und bleibt eine zweifelhafte Geste der Befreiung. Der „Preis der Gleichgültigkeit“ liegt in den Widersprüchen einer Haltung, die Wertschöpfung ablehnt und zugleich fördert.

Poetiken der Indifferenz im 19. Jahrhundert für und gegen die Ökonomie

Details

Verlag Brill | Fink
Ersterscheinung 13. Juni 2025
Maße 23.5 cm x 15.5 cm
Gewicht 680 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783770569243
Auflage 2025
Seiten 386

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