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Der mittelalterliche Brief

Der mittelalterliche Brief

von Christina Kornelsen- Teichrieb
Softcover - 9783640337743
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Didaktik - Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft, Note: 2,0, Universität Paderborn, Veranstaltung: Medienwandel, Kulturwandel, Sprachwandel, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Hausarbeit geht es um das Thema des mittelalterlichen Briefes sowie

dessen Verfasser, Schreiber, Übermittler und Empfänger. Vorab ist es sinnvoll

allgemein, die Begriffe des Titels, ¿Mittelalter¿ sowie ¿Brief¿, zu erläutern. Der Begriff

Mittelalter definiert in der europäischen Geschichte den Zeitraum zwischen Altertum

und Neuzeit, wobei Anfang und Ende des Mittelalters unterschiedlich angesetzt

werden. Oft kennzeichnet man die Völkerwanderung im 4. Jahrhundert als Beginn

und die Reformation im Jahr 1517 als Endpunkt dieser Epoche. Das Bild des

Mittelalters war vor allem durch den bestimmenden Einfluss der Kirche geprägt, die

ihre enorme Macht in Alltag, Glauben und Weltverständnis der Menschen geltend

machte. Der Begriff Brief hat die Bedeutung, dass eine auf einem schreibtechnischmateriellem

Mitteilungsträger festgehaltene, relativ lange und persönliche Nachricht

des Verfassers, die von einem Boten übermittelt wird, den Empfänger erreicht. Dabei

hat der Sender das Bedürfnis dem Empfänger, der nicht präsent, sondern sich von

dem Sender räumlich getrennt aufhält, etwas mitzuteilen.

Der Brief ist die älteste schriftliche Textform überhaupt, und er ist die haltbarste und

unverzichtbarste Textform, die wir kennen und über die wir verfügen. Ganz wichtig

ist, dass der Sinn eines Briefes im Mittelalter- sowie heute- der Gesprächsersatz

war. Er spielte eine wesentliche Rolle als Ersatz für einen nicht möglichen

mündlichen Kommunikationsakt. Denn er kann die Grundfunktionen gleichfalls

erfüllen, der Brief informiert nämlich entweder sachbezogen, appelliert

partnerbezogen oder er zeigt das Selbst des Schreibenden. Der Brief ist als ein

Medium für die zwischenmenschliche Kommunikation wie auch als Kulturmedium

sehr stark an die Entwicklung von Schriftzeichen, Schreibsystemen sowie an die

Herausbildung des Botenwesens und der Papierproduktion vor Ort gebunden. Das

Schreibmedium Brief dient der Vermittlung sowie der ästhetischen Reflexion. Man

zählt den Brief (neben dem Theater) zu den ältesten Medien vermittelter verbaler

Kommunikation (Medium im Sinne einer Form der zwischenmenschlichen Kommunikation). Mit Brief bezeichnete man im Mittelalter sowohl Urkunden als auch

Briefe in unserem Sinne.

Eine besonders wichtige Rolle am Brief hatte im Mittelalter der Bote/Übermittler.

Denn dieser hatte die Aufgabe, den Brief vom Verfasser dem Empfänger zu

übergeben und diesem sowohl mündliche Weisungen bzw. Informationen zu

übermitteln.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 12. Juni 2009
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 56 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640337743
Auflage 2. Auflage
Seiten 28