Autorenfreundlich Bücher kaufen?!
Beschreibung
Wie "wird" man wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in – wenn explizite Ordnungsmittel beruflicher Bildung weitestgehend fehlen?
Die Studie untersucht, welche Vorstellungen wissenschaftliche Mitarbeiter*innen von „vollendeter Kompetenz“ entwickeln und wie diese Vorstellungen ihr professionelles Selbstverständnis prägen. Auf Grundlage narrativer Interviews und visueller Materialien wird das akademische Feld als ein Spiel zwischen Passung, impliziten Regeln und biografischen Kipppunkten rekonstruiert.
Im Zentrum steht die Entwicklung einer wissenschaftlichen Persona: zunächst getragen von Vertrauen und Anpassung, später häufig geprägt durch Entzauberung, Reflexivität und strategische Selbststeuerung. Kompetenz erscheint dabei als Fähigkeit, in widersprüchlichen Erwartungen und institutioneller Unsicherheit handlungsfähig zu bleiben.
Die Arbeit verbindet Habitustheorie, strukturale Bildungstheorie und dokumentarische Methodologie zu einer dichten Analyse von Bildungsprozessen. Dabei wird mit dem „inszenierten Habitus“ eine empirisch rekonstruierte Habitusform sichtbar, die das Spannungsverhältnis von Passung und Autonomie beschreibt. Zugleich bestätigen die Ergebnisse zentrale Annahmen der strukturalen Bildungstheorie, insbesondere die Bedeutung diskontinuierlicher, durch Brüche angestoßener Transformationsprozesse. Die Studie eröffnet damit einen differenzierten Blick auf die Frage, was es bedeutet, in der Universität nicht nur mitzuspielen, sondern sich in ihr zu bilden.
Bildungsprozesse im Spiel "Academia"
Details
| Verlag | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH |
| Ersterscheinung | 10. Oktober 2026 |
| Maße | 21 cm x 14.8 cm |
| Format | Softcover |
| ISBN-13 | 9783658530747 |