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Der Herrschaftsantritt Alexanders III.

Der Herrschaftsantritt Alexanders III.

von Konrad Gähler
Softcover - 9783640191062
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,0, Technische Universität Dresden (Insitut für Alte Geschichte), Sprache: Deutsch, Abstract: Vor allem in politischen Systemen, die keine formalen Festlegungen des Herrschaftswechsels

kennen, erscheint die nähere Betrachtung eines solchen Wechsels interessant. Denn es ist anzunehmen,

dass auch dann bestimmte Handlungsmuster und Instanzen mitwirken, wenn nicht

nach festgeschriebenen Regelungen verfahren wird. Was nun die Position Alexanders des

Großen im makedonischen Königreich vor und während seiner Herrschaftsübernahme angeht,

so war die ¿chronische Unsicherheit¿ eine Konstante, die in nicht zu unterschätzendem Maße

sein Handeln bestimmte. Die ungesicherten Thronfolgeverhältnisse begünstigten auch die

Aktionsmöglichkeiten der makedonischen Adligen, die dadurch in die Thronfolge eingreifen

konnten und eigene Prätendenten in die Diskussion einbringen konnten.

Die historische Alexanderüberlieferung zeichnet sich auch dadurch aus, dass sie aus einem

rückwärtsgewandten Blickwinkel berichtet. Der Versuch, die Geschichte Alexanders vom

Herrschaftsbeginn bis zum militärischen Triumph über Persien und Indien im Nachhinein als

eine logische Abfolge darzustellen, führte dazu, dass die Überlieferung einer Glättung unterlag,

die das Bild Alexanders heute nicht unbedingt deutlicher macht. In der Forschung des 19.

und 20. Jahrhunderts wurde diese Glättung oftmals ohne kritische Hinterfragung übernommen;

Alexander als gottgesandter Schöpfer der griechischen Einheit oder skrupelloser

Tyrann dargestellt. Analog dazu sah man die Ereignisse im Zuge der Machtergreifung

entweder als Preis einer geschichtlich notwendigen Heldenlaufbahn oder als Wahnsinnstat

eines blutrünstigen Egomanen, der für seinen Erfolg immer wieder über Leichen gehen

würde. In beiden Fällen ging die Forschung von einem idealtypischen Herrscher aus ¿ nur

eben unter verschiedenen Vorzeichen. Dass die Ergebnisse einer solchen Forschung oftmals

einer kritischen Überprüfung nur bedingt standhalten, liegt nahe, da äußere Einflüsse,

persönlicher Wille oder Phasen der Unsicherheit in Alexanders Herrscherlaufbahn zugunsten

einer idealtypischen Entwicklungslinie vernachlässigt wurden. Im Gegensatz dazu hat sich die

Forschung der letzten Jahre zunehmend einer Parteinahme enthalten und sich verstärkt den

rekonstruierbaren Wirkungs- und Handlungszusammenhängen in Alexanders Herrschaft

gewidmet.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 20. Oktober 2008
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 51 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640191062
Auflage 2. Auflage
Seiten 24

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