✍️ 🧑‍🦱 💚 Autor:innen verdienen bei uns doppelt. Dank euch haben sie so schon 418.243 € mehr verdient. → Mehr erfahren 💪 📚 🙏

Das Theodizee-Motiv in Kleists Erzählung "Das Erdbeben in Chili"

Das Theodizee-Motiv in Kleists Erzählung "Das Erdbeben in Chili"

von Anonymous
Softcover - 9783640410415
15,95 €
  • Versandkostenfrei
Auf meine Merkliste
  • Hinweis: Print on Demand. Lieferbar in 5 Tagen.
  • Lieferzeit nach Versand: ca. 1-2 Tage
  • inkl. MwSt. & Versandkosten (innerhalb Deutschlands)

Autorenfreundlich Bücher kaufen?!

Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universität Regensburg (Institut für Germanistik), Veranstaltung: Proseminar, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Erdbeben, das Kleist zum Gegenstand seiner Erzählung ¿Das Erdbeben in Chili¿ macht, fand im Jahr 1647 tatsächlich statt. Allerdings weicht Kleist in seiner Darstellung in einigen Punkten von den historischen Ereignissen in Santiago ab. Beispielsweise verlegt er das Beben von der Nacht auf den Tag.

Zudem bleibt Kleist in der Beschreibung der Stadt eher vage, so dass der Schauplatz der Katastrophe beinahe austauschbar wirkt.

Dies legt die Vermutung nahe, Kleist beziehe sich weniger auf die Katastrophe in Chile als vielmehr auf jenes Erdbeben in Lissabon, das 1755 nicht nur die Erde, sondern auch das Welt- und Gottesbild des 18. Jahrhunderts erschütterte. Der Glaube an einen guten Schöpfer und eine sinnvolle Weltordnung wurde dadurch massiv in Zweifel gezogen. So wurde das vor allem von Leibniz vertretene Konzept der prästabilierten Harmonie, dem zu Folge unsere von Gott geschaffene Welt die beste aller möglichen Welten sei unter anderem von Voltaire in seinem ¿Poème sur le désastre de Lisbonne¿ in Frage gestellt. Kant hingegen betont die Ambivalenz des Erdbebens, während Rousseau die Zivilisation für die Katastrophe verantwortlich macht, womit nur einige Thesen des philosophischen Diskurses angedeutet werden sollen.

Auch Kleists Erzählung kann unter anderem als Reaktion auf den Theodizeediskurs des 18. Jahrhunderts betrachtet werden.

Im Folgenden soll das Motiv der Theodizee in der Erzählung näher untersucht werden. Dabei soll zunächst auf die unterschiedliche Sichtweise der Figuren, auf die Verwendung religiöser Motive und schließlich die Uninterpretierbarkeit Gottes und der Welt eingegangen werden. Am Ende wird dem Modell der göttlichen Vorsehung das Prinzip des Zufalls entgegengestellt.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 28. August 2009
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.2 cm
Gewicht 40 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640410415
Auflage 3. Auflage
Seiten 16