Am 31. März 2016 hätte Robert Hanreich beinahe sein Leben verloren. Ein Hinterwandinfarkt, den nach ärztlicher Auskunft fast niemand überlebt, bringt ihn auf die Intensivstation. Was danach kam, war keine Erleuchtung, sondern ein ungewöhnlich stiller Dienstagmorgen, ein Kaffee, der mal zu heiß und mal zu kalt ist, und Geschirr, das noch immer nicht gespült ist.
In dreizehn Essays fragt er nach dem, was bleibt, wenn man aufgehört hat, nach Sinn zu suchen: Angst, Schönheit, Stärke, Weisheit, Einsamkeit, Dankbarkeit, Schweigen, Würde, Vergebung, Zeit und Tod. Er schreibt trocken, wienerisch und selbstironisch, ohne Ratschläge und ohne Pathos, dafür mit großer Ehrlichkeit. Es ist kein Ratgeber und kein Leitfaden zum besseren Leben, sondern ein Buch über das, was zählt, und über die zwei Menschen, die es für ihn am meisten tun.
Für alle, die ahnen, dass Sinn sich nicht suchen lässt, sondern passiert, während man gerade etwas anderes tut.
oder Der Dienstag, der kein Ende fand