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Das Selbst und die Sünde - Sören Kierkegaards "Krankheit zum Tode"

Das Selbst und die Sünde - Sören Kierkegaards "Krankheit zum Tode"

von Jan Bartels
Softcover - 9783640178650
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Theologie - Sonstiges, Note: 1,0, Universität zu Köln (Institut für Evangelische Theologie), Veranstaltung: ¿Sünde¿, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Rede von der Sünde ist im modernen Sprachgebrauch in vielerlei Hinsicht

problematisch geworden. Wenn in der Alltagssprache überhaupt noch von ¿Sünde¿

die Rede ist, dann doch zumeist in verkürzter und missverständlicher Art und Weise.

In ihr mischen sich im Umgang mit ¿Sünde¿ oft Desinteresse und Skepsis und eine

genuin christliche Bedeutung lässt sich nur noch am Rande erkennen.

In der Theologie bemüht man sich daher seit der Aufklärung um ein neues

Sündenverständnis, das neuzeitliche Missverständnisse und Vorbehalte überwinden

soll. Doch scheint seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch hier im

wesentlichen Desinteresse Einzug in die Theologie erhalten zu haben und so spielen

sich heute die Diskussionen um den Sündenbegriff allenfalls am Rande des

theologischen Diskurses ab. Dies ist jedoch insofern erstaunlich, weil die

Sündenlehre seit dem Beginn der Reformation ein wesentlicher Bestandteil des

evangelischen Selbstverständnisses gewesen ist. So bestimmte Martin Luther 1532 in

seiner Vorlesung über den Psalm 51 den homo peccator und den deus iustificans als

den eigentlichen Gegenstand der Theologie (¿subjectum Theologiae¿). Die

Fundamentalunterscheidung zwischen Glaube und Sünde bildet in der Reformation

den anthropologischen Ausgangspunkt, von dem aus eine evangelische Theologie

allererst möglich wird. Es ließe sich daher fragen, ob eine Vernachlässigung der

Sündenlehre nicht zu einem Verlust des Gegenstandes der evangelischen Theologie

führen muss, da das dialektische Verhältnis zwischen dem sündigen Menschen und

dem rechtfertigenden Gott im Akt der Rechtfertigung nicht mehr angemessen zur Sprache gebracht werden kann. Für weite Kreise der aktuellen evangelischen

Theologie wäre die Rede von der Sünde wohl ein Zugewinn, dessen Umgang sie erst

wieder erlernen müsste.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 01. Oktober 2008
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 62 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640178650
Auflage 2. Auflage
Seiten 32

Schlagwörter

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