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Beschreibung
Stell dir vor, fast keiner will Krieg, und er kommt trotzdem. Wir haben uns angewöhnt, den Zweiten Weltkrieg als eine fast zwangsläufige Folge des Ersten zu sehen. Dieses Buch erzählt eine andere, eine viel dramatischere Geschichte. Es zeigt, wie sich die Politiker und Diplomaten eines ganzen Kontinents verzweifelt gegen den Wahn eines einzigen Mannes stemmten, der die Welt in den Abgrund zu reißen drohte.
Anders als 1914 herrschte 1939 in Europa keine Kriegsbegeisterung, nicht einmal in Deutschland. Zu genau wussten die Menschen und ihre Politiker, was ein Weltkrieg bedeutete. Nach dem Schlachten und Bluten der grausamen Kriegsjahre wollte diese Generation Frieden und Fortschritt im Grunde wie heute. Doch einer hatte den Krieg genossen und wünschte nichts sehnlicher als ihn zu wiederholen: der deutsche Diktator. Eindringlich und mit großem darstellerischen Talent entfaltet Till Knobloch das diplomatische Panorama der Vorkriegszeit, als Europa sein letztes Jahr des Friedens erlebte. Einfühlsam porträtiert er die führenden europäischen Politiker, die nicht zu begreifen vermochten, wie jemand ernsthaft Krieg wollen konnte, und die sich in ihrer Professionalität als unfähig erwiesen, mit der Dynamik des Dilettanten in Berlin Schritt zu halten, der lieber Kinofilme schaut als Akten zu lesen. Mit angehaltenem Atem verfolgt man Hitlers Verwirrspiel und die immer hektischeren Manöver seiner Gegenspieler. Am Ende steht die Erkenntnis, wie schnell es mit dem Frieden vorbei sein kann, wenn an der falschen Stelle jemand sitzt, der Krieg will.
Wie Hitler Europa in den Zweiten Weltkrieg zwang
Details
| Verlag | C.H.Beck |
| Ersterscheinung | 15. März 2027 |
| Maße | 21.7 cm x 13.9 cm |
| Format | Hardcover |
| ISBN-13 | 9783406857553 |
| Seiten | 688 |