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Das Fernsehen - Eine Gefahr für die Demokratie?

Das Fernsehen - Eine Gefahr für die Demokratie?

von Robert Meyer
Softcover - 9783640866311
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Beschreibung

Vordiplomarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation, Note: 1,0, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (Institut für Politische Wissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Medien gelten in der Politikwissenschaft neben Judikative, Exekutive und

Legislative als die vierte Macht im Staat, als eine tragende Säule moderner

Demokratien im Informationszeitalter. Ihnen wird die Aufgabe zugedacht, in

modernen Massengesellschaften den notwendigen öffentlichen Raum

herzustellen, in dem sich demokratische, also zustimmungsabhängige und

informationspflichtige Herrschaft verwirklichen kann. Damit haben sie vor allem

die Funktion, grundlegende Quelle politisch relevanter Informationen zu sein, die

jedem einzelnen Staatsbürger die Teilnahme am politischen Leben einer

demokratisch organisierten Gesellschaft ermöglichen soll.

Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist das Fernsehen. Ein Medium, dessen

gesellschaftliche Bedeutung im alltäglichen und politischen Leben stetig

zunimmt. Neben der Presse ist es für die meisten in einer Demokratie lebenden

Menschen bereits heute die wichtigste Informationsquelle und für viele, gerade

Angehörige der unteren Gesellschaftsschichten, oftmals die Einzige.

[...] Grundlage der Arbeit bildet eine dieser weitverbreiteten Auffassung

entgegengesetzte Argumentation des französischen Soziologen Pierre Bourdieu.

In seinen beiden Vorlesungen ¿Über das Fernsehen¿ stellt er das Funktionieren

des Mediums in Hinblick auf die Schaffung eines demokratisch öffentlichen

Raumes, die Verbreitung politisch relevanter Informationen für die Bürger und

die Gewährleistung freier Meinungsäußerung unter den Bedingungen

liberalistischer Wirtschaftsstrukturen in Frage. Bourdieus Argumentation geht

soweit, in der jetzigen Form des Mediums eine Gefahr für die Demokratie zu

sehen.

In der Arbeit sollen Bourdieus Bedenken anhand der Situation des deutschen und

französischen Mediensystems auf ihre Begründetheit hin überprüft werden.

Hierfür erfolgt in Kapitel 1 eine ausführliche Zusammenfassung Bourdieus

Argumentation und Sichtweise. Daran schließt sich in Kapitel 2 eine Einordnung

des Gegenstandes in die Politikwissenschaft sowie eine Begründung, warum sie

sich mit dem Phänomen Fernsehen beschäftigen sollte, an. Im mittleren Teil der

Arbeit, Kapitel 3 und 4, werden mit Hilfe einer schwerpunktmäßigen Analyse der

Situation des Fernsehens in Frankreich und Deutschland beide Mediensysteme

einander gegenübergestellt. Kapitel 5 beinhaltet einen kurzen zusammenfassenden

Vergleich. In der Schlussbetrachtung findet sich dann die Bewertung der

Gefahren, die Bourdieu im Fernsehen sieht, aus politikwissenschaftlicher Sicht.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 20. März 2011
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.4 cm
Gewicht 73 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640866311
Auflage 2. Auflage
Seiten 40