✍️ 🧑‍🦱 💚 Autor:innen verdienen bei uns doppelt. Dank euch haben sie so schon 472.549 € mehr verdient. → Mehr erfahren 💪 📚 🙏

Das "Babylonische Exil" - Gründe für den Gang der päpstlichen Kurie nach Avignon

Das "Babylonische Exil" - Gründe für den Gang der päpstlichen Kurie nach Avignon

von Florian Schomanek
Softcover - 9783640833146
17,95 €
  • Versandkostenfrei
Auf meine Merkliste
  • Hinweis: Print on Demand. Lieferbar in 2 Tagen.
  • Lieferzeit nach Versand: ca. 1-2 Tage
  • inkl. MwSt. & Versandkosten (innerhalb Deutschlands)

Autorenfreundlich Bücher kaufen?!

Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Universität Augsburg, Veranstaltung: Hauptseminar: Die päpstliche Kurie in Avignon, Sprache: Deutsch, Abstract: In den Jahren von 1309 bis 1376, also fast 70 Jahre lang, kehrte die päpstliche Kurie ihrem traditionellen Aufenthaltsort in Rom den Rücken und residierte in der kleinen, heute südfranzösischen Stadt Avignon. Der gotische Papstpalast entstand in seiner endgültigen Größe und Pracht in den 30er und 40er Jahren des 14. Jahrhunderts unter den Pontifikaten Benedikts XII. und Clemens VI. und ist heute Sehenswürdigkeit und Kulturerbe der Stadt.

In wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht war es sicherlich ein Segen für die Kleinstadt, dass sie Anfang des 14. Jahrhunderts allmählich in das Zentrum religiösen Lebens rückte, früher

wie heute war die bloße Anwesenheit des Papstes ein Garant für den Ansturm der Massen. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass zur Zeit Phillips des Schönen von Frankreich neben der religiösen Komponente auch die politische eine außerordentlich wichtige Rolle für diesen

Zustrom spielte: Die Korrespondenz mit dem Papst war zu dieser Zeit umständlich,langwierig und unzuverlässig. Nur wer ständig vor Ort war, hatte optimale Chancen, seine Interessen gegenüber der Kurie zu verfolgen. Ob für die päpstliche Kurie der Gang nach Avignon gleichermaßen ein Glücksgriff war, muss an dieser Stelle bezweifelt werden. Unter seinem Pontifikat Clemens' V. fand schließlich jene Annäherung an Frankreich statt, die letztlich zum ¿avignonischen Exil¿ des Papsttums führte. Viele Geschichtswissenschaftler und Theologen machen dafür die persönliche Schwäche Clemens V. verantwortlich.

Diese Erklärung liegt freilich nahe: Sie ist einfach, einleuchtend und bringt auf einen sehr kleinen Nenner, was in Wirklichkeit sehr viel schwieriger zu erklären ist. Mit Sicherheit führte nicht allein der erahnte Wankelmut eines Papstes zu einem Zustand, der sieben

Jahrzehnte später im großen abendländischen Schisma münden sollte.

Diese Arbeit soll Aufschluss darüber geben, warum Clemens V. nicht nach Rom zurückging,sondern die Leitung der Kirche nach Avignon verlegte. Sie soll zeigen, dass nicht die Charakterschwäche dieses Papstes allein das avignonische Exil zur Folge hatte. Aus diesem

Grund darf ihr Schwerpunkt nicht nur auf der persönlichen Bilanz des besagten Papstes liegen. Clemens V. musste das schwere Erbe seines Vorgängers antreten und fand sich vielen mächtigen Interessengruppen gegenüber.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 16. Februar 2011
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 56 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640833146
Auflage 3. Auflage
Seiten 28