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Das Amtsverständnis in den Dokumenten des methodistisch/römisch-katholischen Dialogs

Das Amtsverständnis in den Dokumenten des methodistisch/römisch-katholischen Dialogs

von Markus Raschke
Softcover - 9783656630746
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 1997 im Fachbereich Theologie - Systematische Theologie, Note: 1,0, Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Katholisch-Theologisches Seminar), Veranstaltung: Kirche in ökumenischen Dokumenten, Sprache: Deutsch, Abstract: Um den ökumenischen Dialog mit den methodistischen Kirchen besser verstehen zu können,

scheint es hilfreich, einen kurzen und gezielten Blick in die Entstehungsgeschichte und das

Selbstverständnis des Methodismus zu werfen:

Der Methodismus entstand als Frömmigkeitsbewegung um die Geistlichen John und Charles

Wesley2 innerhalb der anglikanischen Kirche. Eine Verselbständigung als Kirche geschah

im Zusammenhang mit der Auswanderung von Anhängern nach Amerika, für die eine

eigene Organisation notwendig wurde und daher ein ¿Superintendent¿ bestellt wurde. In

England dagegen blieb der Methodismus noch recht lange eine inneranglikanische

Erneuerungsbewegung, die erst 1891 zur eigenständigen ¿Wesleyanischen Methodistenkirche¿

wird. Darüber hinaus entstehen noch weitere methodistisch geprägte

Gemeinschaften bzw. Kirchen, so daß sich der Methodismus weltweit zügig ausbreitete.

Bereits im 19. Jahrhundert beginnen Bemühungen, die eng verwandten Kirchen miteinander

zu vereinigen, was ab 1897 zu einzelnen Vereinigungen zumeist auf regionaler Ebene führt

und (erst) 1968 mit der Vereinigung zur ¿United Methodist Church¿ weltweit zum Abschluß

kommt.

Von seiner Entstehung her kann der Methodismus also kaum als ¿Abspaltung¿ von einer

Großkirche angesehen werden. Entsprechend verstehen sich die Methodisten selbst auch

nicht als eine Konfession, sondern als ¿Denomination¿, ¿womit die Einheit im Wesentlichen

betont wird bei gleichzeitig möglicher Vielfalt in den äußeren Ausformungen¿3. Aufgrund

seiner internen Entwicklung ist die Ökumene ein Wesensmerkmal des Methodismus, das

auch in seiner Verfassung festgeschrieben ist (¿nach Einheit auf allen Gebieten des kirchl.

Lebens zu streben¿, auch ¿durch Vereinigung mit anderen Kirchen¿4). Dies beruht

genauerhin darauf, daß ¿der Methodismus zu keiner Zeit eine Bewegung gegen Kirche und

Theologie, sondern immer gegen Unglauben und Gleichgültigkeit war¿, und damit

¿problemlos theologische Traditionen anderer Kirchen aufnehmen¿ konnte.5 Insofern kann

der Methodismus als Vorreiter der ökumenischen Bewegung insgesamt eingeordnet werden.

2 John Wesley lebte 1703-91, sein Bruder Charles 1707-1788.

3 Kirchenlexikon, S. 135.

4 Art. 5 der Verfassung, zitiert nach Ökumene-Lexikon, Sp. 801.

5 Ökumene-Lexikon, Sp. 801.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 10. April 2014
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 56 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783656630746
Auflage 2. Auflage
Seiten 28

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