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Beschreibung
Als Conan im Dezember 1932 erstmals in Weird Tales erschien, saß er bereits auf dem Thron von Aquilonien. Robert E. Howard führte ihn als erfahrenen König ein, dessen Jahre als Dieb, Pirat, Söldner und Heerführer hinter ihm lagen. Fünfzig Jahre später zeigte John Milius einen anderen Anfang: Conans zerstörte Heimat, die Ermordung seiner Eltern, das Wheel of Pain und den langen Weg vom versklavten Kind zum Rächer.
Arnold Schwarzenegger gab dieser neuen Version einen Körper und eine Präsenz, die das öffentliche Bild der Figur bis heute bestimmen. Doch bevor Conan der Barbar 1982 in die Kinos kam, lag eine lange und schwierige Entwicklung hinter dem Projekt.
Vom Pulphelden zur Filmfigur
Der großformatige Scene-42-Archivband beginnt bei Robert E. Howard und dem Hyborischen Zeitalter. Er verfolgt, wie spätere Buchausgaben, Bearbeitungen, Frank Frazettas Titelbilder und die Marvel-Comics aus dem literarischen Abenteurer eine weithin erkennbare Popkulturfigur machten. Erst danach beginnt Conans Weg nach Hollywood.
Zwei Drehbücher, zwei völlig verschiedene Conans
Oliver Stone schrieb eine gewaltige, düstere und unter damaligen Bedingungen kaum realisierbare Fassung. John Milius übernahm einzelne Figuren und Motive, ordnete die Handlung jedoch grundlegend neu. Abgebildete Drehbuchauszüge machen sichtbar, welche Ideen verschwanden, welche verändert wurden und welche im fertigen Film weiterlebten.
Wie Hyboria gebaut wurde
Aus Zeichnungen, Drehbuchseiten und Entwürfen musste eine glaubhafte Filmwelt entstehen. Der Band behandelt Arnold Schwarzeneggers Casting und Vorbereitung, das Kampftraining der Darsteller, die Dreharbeiten in Spanien, Ron Cobbs Production Design, Kulissen, Kostüme, Waffen, Stunts und praktische Effekte. Ein eigenes Kapitel untersucht Basil Poledouris’ Musik und erklärt, wie sie Conans Lebensgeschichte durch Passagen trägt, in denen der Held kaum spricht.
Mythos, Körper und Wille
Die ausführliche Analyse des Films von 1982 beschäftigt sich mit dem Wheel of Pain, dem Tree of Woe, dem Schwert des Vaters, Valeria und Thulsa Doom. Untersucht werden die Bildsprache des Films, das Rätsel des Stahls sowie Fragen nach Körper, Gewalt, Freiheit, Macht, Glauben und Herrschaft. Psychologische und philosophische Lesarten ergänzen die Filmanalyse, bleiben jedoch an das gebunden, was auf der Leinwand tatsächlich zu sehen ist.
Was nach 1982 geschah
Conan der Zerstörer veränderte Ton, Struktur und Figurenkonstellation. Red Sonja rückte dicht an die Welt der Schwarzenegger-Filme heran, ohne zu deren Kontinuität zu gehören. Das Reboot von 2011 erfand Conans Herkunft erneut und stellte Jason Momoa vor die schwierige Aufgabe, neben der weiterhin prägenden Filmfassung von 1982 einen eigenen Conan zu entwickeln.
Auch die Animations- und Realfilmserien werden einbezogen. Sie mussten den wandernden Barbaren an ein jüngeres Publikum oder an die Bedingungen einer wöchentlichen Fernsehserie anpassen. Der abschließende Teil fragt, welche Eigenschaften verändert werden können, was von Conan erhalten bleiben muss und weshalb die Figur seit fast einem Jahrhundert weiterlebt.
Das Nachwort verfolgt schließlich die verschiedenen Versuche, Arnold Schwarzenegger als gealterten König Conan zurückzubringen – von John Milius’ unverfilmtem Crown of Iron über The Legend of Conan bis zu den aktuellen Plänen für einen neuen Film. Dokumentiert wird der Entwicklungsstand bis August 2026.
176 Seiten im A4-Format, reich bebildert mit Filmstills, historischen Titelbildern, Porträts, Drehbuchauszügen und Archivmaterial. ```
Conan der Barbar: Die Geschichte hinter dem Mythos
Conan der Barbar: Die Geschichte hinter dem Mythos
Details
| Verlag | Colla & Gen Verlag und Service |
| Ersterscheinung | 17. Dezember 2026 |
| Maße | 29.6 cm x 21 cm x 1.8 cm |
| Gewicht | 850 Gramm |
| Format | Hardcover |
| ISBN-13 | 9783985787142 |
| Auflage | Auflage |
| Seiten | 176 |