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Chinatown und chinesische Prostitution im San Francisco des 19. Jahrhunderts

Chinatown und chinesische Prostitution im San Francisco des 19. Jahrhunderts

von Nicole Koller
Softcover - 9783640508471
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Beschreibung

Magisterarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Orientalistik / Sinologie - Sonstiges, Note: 1,7, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Jahr 2001 trat George W. Bush sein Amt als 43. Präsident der Vereinigten

Staaten von Amerika an. Unter den 15 Ministern und Ministerinnen seines

Kabinetts gab es nur eine Frau, die während Bushs gesamter Präsidentschaft im

Amt blieb: Arbeitsministerin Elaine Lan Chao.

¿Elaine Chao believes deeply in the American dream because she has lived it¿,

sagte Bush damals über seine Arbeitsministerin.1 Denn Chao war die erste

Amerikanerin chinesischer Abstammung, die ein Amt im Kabinett eines

US-Präsidenten innehatte. Geboren in Taipeh, emigrierte sie im Alter von acht

Jahren mit ihrer Familie nach Amerika.2 Vierzig Jahre später wurde sie Ministerin

in Bushs Kabinett. Eine Tatsache, die in der heutigen Zeit niemanden verwundern

dürfte. Schließlich gehört ein Großteil der chinesischstämmigen Amerikaner der

Mittelschicht an. Bei vielen Chinesen, die in den USA leben, handelt es sich sogar

um qualifizierte Fachkräfte, die für international tätige Unternehmen arbeiten.

Oder um chinesische Studenten, die nach ihrer Ausbildung in den USA bleiben.3

Kaum vorstellbar, dass es durchaus eine Zeit gab, in der chinesische

Einwanderer in den USA unwillkommen waren und dass Immigranten aus dem

Land der Mitte in Amerika mit Diskriminierung, Rassismus und offene Gewalt

durch Weiße konfrontiert wurden. Die US-Regierung erließ 1882 sogar ein Gesetz,

das Chinesen zur einzigen unerwünschte Nation erklärte und ihnen über 60 Jahre

lang die Einreise in die USA verwehrte.4

In dieser Zeit starker antichinesischer Bewegungen spielt Yan Gelings Roman

Fusang (The Lost Daughter of Happiness). Yan ¿ selbst chinesische Immigrantin

in den USA ¿ schildert darin das Leben einer Frau, die aus China entführt und in

ein Bordell in San Franciscos Chinatown verkauft wird. Yans Darstellung

Amerikas während des Goldrausches scheint von vielen historischen Ereignissen

inspiriert. Die übergreifende Thematik des Romans jedoch ist die Beziehung zwischen Amerikanern und Chinesen zur damaligen Zeit. Am Schicksal der

Protagonistin Fusang versucht Yan aufzuzeigen, mit welchen Schwierigkeiten die

ersten chinesischen Einwanderer konfrontiert waren.

Ziel dieser Arbeit ist es, Yan Gelings Darstellung von San Franciscos

Chinatown und chinesischer Prostitution mit historischen Tatsachen zu

vergleichen. Wie sah das Leben erster chinesischer Immigranten in San Francisco

aus? Wie entstanden die antichinesischen Bewegungen, die zu einem nationalen

Einwanderungsverbot führten?

Yan Gelings Roman "Fusang" und seine historischen Hintergründe

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 19. Januar 2010
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.8 cm
Gewicht 163 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640508471
Auflage 3. Auflage
Seiten 104