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Beschreibung
Das Wirtschaftswunder markiert nicht nur eine Phase außergewöhnlichen wirtschaftlichen Wachstums, sondern auch den Beginn tiefgreifender gesellschaftlicher Transformationsprozesse. Leistungsdruck, Beschleunigung, Effizienzsteigerung und Wettbewerbsdenken, die sich in dieser Zeit herausbildeten, prägen die moderne Gesellschaft bis heute. Die deutschsprachige Gegenwartsliteratur greift diese Entwicklungen auf und macht ihre Auswirkungen auf Individuum und Gesellschaft sichtbar.
Die vorliegende Studie untersucht, wie ausgewählte literarische Texte die Kontinuität dieser Phänomene darstellen und kritisch reflektieren. Ausgehend von Hartmut Rosas Theorie der sozialen Beschleunigung sowie unter Einbeziehung weiterer theoretischer Ansätze, insbesondere von Paul Virilio, analysiert die Arbeit, wie Zeitverdichtung, permanente Leistungsanforderungen und Optimierungszwänge literarisch inszeniert werden. Im Mittelpunkt steht die Frage, inwiefern die gesellschaftlichen Dynamiken des Wirtschaftswunders bis in die Gegenwart fortwirken und in der Literatur als Ausdruck moderner Lebens- und Arbeitswelten verhandelt werden.
Dieses Werk macht deutlich, dass Beschleunigung und Leistungsdruck nicht nur historische Phänomene des Wirtschaftswunders sind, sondern grundlegende Strukturmerkmale der Gegenwart darstellen. Damit leistet der Band einen Beitrag zur Germanistik, Literaturwissenschaft und sozialwissenschaftlichen Beschleunigungsforschung.
Eine Studie ausgewählter literarischer Texte
Details
| Verlag | Springer Berlin |
| Ersterscheinung | 23. Oktober 2026 |
| Maße | 21 cm x 14.8 cm |
| Format | Softcover |
| ISBN-13 | 9783662744208 |