Da hat einer ein 384-Seiten-Sachbuch mit einer KI geschrieben. Durch alle Fegefeuer, bis zum gedruckten Exemplar mit ISBN. Und nimmt es jetzt auseinander.
Der Markt ist voll mit »111 Prompts, die dein Buch schreiben«. Dünn, austauschbar, verkauft von Leuten, die nie ein Buch fertig gemacht haben. Das hier ist das Gegenteil: ein Werkstattbericht. Kein Ratgeber.
Er beantwortet nicht, wie man etwas bei ChatGPT eintippt. Er beantwortet, wie du mit so einem Werkzeug wirklich produktiv wirst: vom ersten Gedanken bis zur Druckdatei. Der Fall ist ein Buch, weil das der härteste Fall ist. Die Methode ist es nicht.
Ein eigenes Stilprofil bauen. Belege prüfen. Den Durchschnittston loswerden, an dem man KI-Text sofort erkennt. Das gilt für den Fachartikel genauso wie für dreihundert Wörter auf LinkedIn. Bei kurzen Texten sogar härter. Da trägt keine Substanz den Ton. Der Ton ist alles, was man sieht.
Erzählt wird das am eigenen Fall, samt der Fehler. Die KI, die heimlich einen Tutor ins Konzept schmuggelt. Der Faktencheck mit 91 Punkten und den erfundenen Studien. Das Lieblingswort des Autors, das einundsiebzigmal im Manuskript steht.
Die Arbeitsdateien liegen dabei offen. Das vollständige Stilprofil, mit dem dieses Buch geschrieben ist. Zeile für Zeile, nichts weggelassen. Zwei nachgebaute fremde Stimmen als Gegenprobe, samt dem Verdikt, warum sie nicht reichen. Das echte Regelwerk, nach dem gearbeitet wurde.
Die zweite Hälfte ist eine abarbeitbare Strecke bis zum fertigen Buch. Zwei Anfänge, je nachdem, ob deine Richtung schon steht. Eine gemeinsame Mitte. Zwei Ausgänge: druckfertiges PDF oder Word. Schritt für Schritt, mit dem Finger auf der Zeile.
Dazu ein Kapitel darüber, wann eine KI eine richtig schlechte Idee ist. Und eines darüber, wie man offenlegt, ohne sich zu entschuldigen.
Werkzeuge finden Muster. Menschen widersprechen.
Für Autorinnen und Autoren, die ernsthaft mit KI arbeiten wollen. Für alle, die beruflich schreiben: Artikel, Beiträge, Newsletter. Für Selfpublisher, die es selbst in die Hand nehmen. Und für alle, die den Hype satt haben und Substanz suchen. Lesbar ohne Technikstudium.
Autor, Coder, KI-Agent. Alles eine Sauce.