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Autoritarismus als eine Form abweichenden Verhaltens

Autoritarismus als eine Form abweichenden Verhaltens

von Jasmin Becker
Softcover - 9783638778787
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Psychologie - Entwicklungspsychologie, Note: 2+, Hochschule Mittweida (FH) (Fachbereich Soziale Arbeit), Veranstaltung: Kindheit/Jugend, Sprache: Deutsch, Abstract: Autoritarismus als eine Form abweichenden Verhaltens bezeichnet eine

Verhaltensweise, die ganz allgemein durch die Unterordnung unter Mächtigere und

die Unterdrückung Schwächerer gekennzeichnet ist.

Erstmals wurde sich mit dem Autoritarismusbegriff in den ¿Studien über Autorität und

Familie¿, welche durch die Machtergreifung Hitlers abgebrochen und 1936 in Paris

veröffentlicht wurden, auseinandergesetzt. Erich Fromm arbeitete im

sozialpsychologischen Teil dieser Studien den Zusammenhang zwischen

Unterordnung unter Mächtigere und Aggressivität heraus. Er entwickelte das

Konzept des ¿sadomasochistischen Charakters¿, welches zu den relevanten

Vorläufern der ¿autoritären Persönlichkeit¿ gehört.

In den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Figur des ¿autoritären

Charakters¿ von Adorno zur Erklärung der massenhaften Gefolgschaft der

Deutschen unter dem Nationalsozialismus herangezogen.

1950 ging es in der Untersuchung zur ¿autoritären Persönlichkeit¿ der Berkeley-

Gruppe (Adorno, Frenkel-Brunswick, Levinson, Sanford u.a.) um potentiell

faschistische Menschen, die von ihrer psychischen Struktur her durch faschistische

Propaganda besonders leicht zu beeinflussen sind und nicht primär um Menschen,

die schon Mitglied in faschistischen Organisationen waren. Mit den Vorarbeiten zu dieser Studie wurde 1943 in Kalifornien begonnen, indem Daniel Levinson und Nevitt Sanford eine Skala zur Messung antisemitischer Orientierungen entwickelten. Else Frenkel-Brunswick, eine österreichische

Psychologin, die aufgrund der Verfolgungen infolge des Anschlusses Österreichs an Deutschland, Österreich verlassen mußte, trug dazu bei, daß in den Untersuchungen zur autoritären Persönlichkeit auch qualitative Zugangsweisen und biographisch orientierte Interviews mit eingingen. 1944 begann

die Zusammenarbeit von Frenkel-Brunswick, Levinson und Sanford mit Theodor W. Adorno.

Nach dieser Studie gab es natürlich andere Versuche, das Autoritarismuskonzept

neu zu bestimmen:

So entwickelte Rokeach um 1960 zur Erklärung von Rechts- und Linksextremismus

das Dogmatismus-Konzept. Milgram machte Experimente über die Autorität von

Wissenschaftlern.

Christel Hopf hat zusätzlich zur klassischen Beschreibung des autoritären Charakters

noch bindungstheoretische Aspekte betrachtet. Wilhelm Heitmeyer hat das Phänomen Rechtsextremismus unter dem Gesichtspunkt der politischen Sozialisation betrachtet.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 01. Oktober 2007
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 56 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783638778787
Auflage 2. Auflage
Seiten 28

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