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Beschreibung
Die immer noch zu wenig betrachtete erste Hälfte des 18. Jahrhunderts wird in der deutschen Kultur- und Literaturgeschichte maßgeblich von Pietismus und Frühaufklärung bestimmt. Ihrer Darstellung ist jeweils ein Teilband dieser Lyrik-Geschichte gewidmet. Im Kampf beider Reformbewegungen um Mündigkeit und Selbstbestimmung »vorzüglich in Religionssachen« (Kant) spielt die Lyrik eine bedeutende Rolle. Im Pietismus (Bd. 5/I) ist die geistliche Poesie sogar die einzige, extensiv dichterisch gepflegte Gattung und dient als Propagandainstrument und Medium der mystisch-häretisch inspirierten pietistischen Frömmigkeit. Die Frühaufklärung (Bd. 5/II) didaktisiert die lyrischen Gattungen, um durch sie zentrale Ideen des aus dem »Buch der Natur« abgeleiteten Systems natürlich-vernünftiger Welt-Deutung und Gesellschaftsregulierung an ein großes Laien-Publikum zu vermitteln. Die wichtigsten Lyriker des Zeitraums entwickeln die Poesie in Adaption und Kritik der new science zum eigenständigen Organ einer - zum Teil pantheistischen - Weltanschauung und einer liberaleren bürgerlichen Moral. So widerlegt gerade die deutsche Lyrik der Epoche eindrucksvoll das lang gehegte Vorurteil, die Aufklärung sei ein 'Zeitalter ohne Poesie'.
Details
| Verlag | De Gruyter |
| Ersterscheinung | 08. August 1991 |
| Maße | 23 cm x 15.5 cm |
| Gewicht | 481 Gramm |
| Format | Hardcover |
| ISBN-13 | 9783484105706 |
| Auflage | Reprint. Reprint 2010 |
| Seiten | 180 |