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Antisemitismus und Antizionismus in der DDR

Antisemitismus und Antizionismus in der DDR

von Mathias Herbst
Softcover - 9783640215157
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Politik - Region: Sonstige Staaten, Note: 2,0, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: Antisemitismus im europäischen Vergleich, Sprache: Deutsch, Abstract: Die DDR verstand sich als antifaschistischer Staat, wobei sie sich nicht als

Rechtsnachfolgerin des Deutschen Reiches ansah1. Gab es in der DDR

Antisemitismus? Und wenn ja, wie kann ein antifaschistisches Land antisemitisch

sein?

Im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung des Themas, fragte ich

verschiedene ehemalige DDR-Bürger, was sie dazu denken. Alle ohne Ausnahme

waren der Meinung, dass es in der DDR keinen Antisemitismus gab, da die DDR ja

als antifaschistisch galt.

Doch war dies wirklich so? Im Folgenden werde ich näher auf die verschiedenen

Formen des Antisemitismus eingehen, eng verbunden mit dem Phänomen des

Antizionismus.

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges, wurde das ehemalige Deutsche Reich unter den

Siegermächten aufgeteilt. Aus der amerikanischen, britischen und französischen

Besatzungszone ging später die Bundesrepublik Deutschland hervor, während aus

der sowjetischen Besatzungszone die DDR gegründet wurde. Die DDR verstand sich

nicht als Rechtsnachfolgerin des Deutschen Reiches. Geschaffen werden sollte ein

antifaschistisches sozialistisches, totalitäres System, ganz nach dem Vorbild der

damaligen UdSSR. Durch die antifaschistische Staatsdoktrin sind viele im 2.

Weltkrieg geflüchtete Juden wieder in ihre ehemalige Heimat zurückgekehrt, in der

Hoffnung ein neues, ganz normales Leben ohne Verfolgung und Diskriminierung

aufbauen zu können. Doch scheinbar war dies nicht ganz so einfach, wie von vielen

erhofft.

Die Spitze der DDR war der Meinung, dass man durch die Abschaffung des

Kapitalismus und des Privateigentums alle Ursachen des Faschismus ¿ausgerottet¿

habe. Die Verbrechen, welche an den Juden verübt wurden, waren ¿nur¿

Ablenkungsversuche, um ein kapitalistisches System aufbauen zu können. Genauer

gesagt, richtete sich die Judenvernichtung im Dritten Reich zunächst gegen das

jüdische Proletariat. Später dann ab 1938 wurde die Vernichtung der Juden damit

erklärt, dass es dabei mehr um die monopolistischen Kreise innerhalb des deutschen

Kapitalismus ging, wobei die kapitalistischen Juden eine Art Blitzableiterfunktion

hatten. Die Vernichtung der Juden im Dritten Reich war für die SED nur ein Verbrechen unter vielen. Die Priorität lag nach ihren Aussagen bei der Verfolgung

und Ermordung der kommunistischen Widerstandkämpfer3.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung November 2008
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.4 cm
Gewicht 73 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640215157
Auflage 3. Auflage
Seiten 40

Schlagwörter