Elli funktioniert. Seit Jahren hält sie mit Listen und Plänen das Leben aller anderen am Laufen - und merkt kaum noch, dass ihr eigenes dabei stehen bleibt. Als ihr Körper eines Morgens nicht mehr mitmacht, holen ihre zwei besten Freundinnen sie kurzerhand raus: drei Wochen an einem Waldsee, weg von der Stadt, dem Büro und allem, was sie seit Monaten aushöhlt. Toni, die aus allem ein Abenteuer macht, Fenja, die wenig sagt und alles sieht - und Elli, die eigentlich nur schlafen und ihre Ruhe haben will.
Dann begegnet sie Joy. Grünes Haar, ein Karabiner an der Hüfte, ein Lächeln, das Elli viel zu lange im Kopf bleibt. Zwischen Lagerfeuern, Sommerhitze, schimmerndem See und Lichterketten spürt Elli zum ersten Mal seit Langem etwas, das nicht Erschöpfung ist. Und je näher Joy ihr kommt, desto schwerer wird es, so zu tun, als wüsste sie nicht längst, dass sich etwas verändert.
In drei Wochen muss Elli wieder nach Hause. Zurück in ihren Job, ihre Wohnung, ihr altes Leben. Es sei denn, sie traut sich, zum ersten Mal wirklich zu entscheiden, was sie selbst will.
Eine warme, langsam entflammende Liebesgeschichte über Freundschaft, Erschöpfung, queeres Erwachen und den Mut, ein Leben loszulassen, das nicht mehr passt.