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Vergleich des Begriffs Willensschwäche bei Platon und Richard M. Hare

Vergleich des Begriffs Willensschwäche bei Platon und Richard M. Hare

von Michael Dathe
Softcover - 9783638930406
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Beschreibung

Essay aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 2,3, Universität Potsdam (Institut für Philosophie), Veranstaltung: Willensschwäche, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Begriff Willensschwäche zählt nicht zu den vielbesprochenen Themen bzw.

Problemen der Philosophie. Nur wenige Philosophen haben sich im Laufe der

Geschichte mit diesem Phänomen auseinandergesetzt. So beschäftigen sich in der

Antike nur Platon und später Aristoteles mit der Willensschwäche und erst in den

1960er Jahren wird der Terminus von den Philosophen Richard M. Hare und Donald

Davidson aufgegriffen und eine erneute, umfassendere Diskussion angeregt.

Eine Ursache für diese geringe Berücksichtigung im philosophischen Bereich liegt

vermutlich darin, dass die Problematik der Willensschwäche und der Umgang mit ihr

meist einer anderen Disziplin zugeordnet wird, nämlich der Psychologie. Trotzdem

sollte das Phänomen der Willensschwäche aus der Sicht von mindestens drei

Teildisziplinen der Philosophie näher betrachtet werden. Diese drei sind die

Erkenntnistheorie, die Ethik und die Handlungstheorie. Der Erkenntnistheoretiker

kann erklären, ¿ob und wenn ja, wie, es mit dem Status und der Rolle von Wissen

vereinbar ist, dass jemand weiß, was gut und richtig ist, und dennoch nicht

dementsprechend handelt.¿ In der Ethik sollte untersucht werden, ¿ob und, wenn ja,

wie jemand einem Moralurteil zustimmen kann, ohne auch dementsprechend zu

handeln¿. Mit Hilfe der Handlungstheorie kann die Frage erörtert werden, ¿was

jemanden dazu bringt, eine bestimmte Handlung auszuführen, und ob und, wenn ja,

wie es möglich ist, anders zu handeln als man glaubt, dass es gut und richtig ist.¿

Die Problematik der Willensschwäche beginnt so wie bei jeder wissenschaftlichen

Auseinandersetzung bei der Definition des Begriffs an sich. Für die Philosophen, die

sich mit ihr auseinandergesetzt haben, stellt dies das grundsätzliche Problem dar.

Denn bevor man auf die oben genannten Fragen in den einzelnen philosophischen

Teilgebieten Antworten finden kann, muss festgelegt sein, was Willensschwäche ist

bzw. ob überhaupt ein derartiges Phänomen existiert.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 11. April 2008
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.2 cm
Gewicht 40 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783638930406
Auflage 2. Auflage
Seiten 16

Schlagwörter