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Ungewollt?

Ungewollt?

von Adrian Seitz, Lukas Fritz-Emmenegger, Samuel Keller, Susanne Businger und Thomas Gabriel
Hardcover - 9783034017954
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Beschreibung

Die Geschichte der Inlandsadoptionen in der Schweiz ist bislang kaum erforscht. Diese Studie untersucht, wie sich die rechtlichen Rahmenbedingungen und das Handeln von Behörden und Adoptionsvermittlungsstellen auf adoptierte Menschen und ihre leiblichen Eltern ausgewirkt haben, und legt dar, wie sich diese Mechanismen im Zeitraum von 1922 bis 2017 verändert haben. Die Ergebnisse zeigen, dass das Kindeswohl bei Fremdplatzierungsentscheiden lange nicht im Zentrum stand. Ledige ­Mutterschaft wurde stigmatisiert und uneheliche Kinder erhielten von Gesetzes wegen einen Beistand. Behörden betrachteten Ein­elternfamilien als defizitär und gaben deshalb viele Kinder verheirateten Paaren zur Pflege oder zur Adoption. Die Frage, was solche biografischen Brüche mit Kindern, Müttern und Vätern machen, wurde kaum gestellt. Die ­Interviewanalysen zeigen, dass sich die Betroffenen oft als Objekt des Behördenhandelns wahrnahmen. Die mit diesem Handeln verbundenen normativen Vorstellungen und subtilen Zwangsmomente hallen in ihrem ­Leben nach – insbesondere, wenn die Kenntnis der biologischen Verwandten oder der Kontakt zu ihnen unterdrückt wurde.

Inlandsadoptionen in der Schweiz im 20. und 21. Jahrhundert – Zäsuren, Praktiken, Biografien

Details

Verlag Chronos
Ersterscheinung Oktober 2025
Maße 24 cm x 16 cm
Gewicht 764 Gramm
Format Hardcover
ISBN-13 9783034017954
Seiten 336

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