Vierzehn Satiren über Alltag, Körper, Kontrollverlust und die Kunst, trotzdem nicht komplett aus der Fassung zu fallen.
Unfälle mit Würde handelt von jenen Momenten, in denen das Leben kurz die Statik verliert: beim Karaoke in Lübeck, beim Bürgerbüro vor einer weißen Wand, bei einer Darmspiegelung ohne Sedierung, beim Männerschnupfen mit existenzieller Fallhöhe, bei einer Bahnreise mit betreutem Kontrollverlust oder im Selbstverteidigungsladen, wo zwischen Pfefferspray, Armbrust und Tesa-Film plötzlich die Frage steht, ob Verwirrung nicht die wirksamste Waffe ist.
Die Satiren beruhen auf persönlichen Erlebnissen, sind aber keine Tagebuchnotizen. Wirklichkeit ist hier nur der Zündfunke. Daraus werden komische Versuchsanordnungen über einen Menschen, der mit dem Alltag ringt wie mit einem schlecht gelaunten Behördenformular.
Mal böse, mal zärtlich, mal absurd, aber immer mit Blick auf das Menschliche hinter der Panne, führt dieses Buch durch Karaoke-Keller, Kirchenräume, Darmtrakte, Faschingstrubel, Geburtstagsfluchten, Flughäfen, Bahnhöfe, Reisepassdramen und digitale Selbstoptimierung.
Am Ende bleibt eine tröstliche Erkenntnis: Man muss nicht alles souverän überstehen. Manchmal reicht es, wenn man fällt, wieder aufsteht und sagen kann:
War nicht schön. Aber ich war dabei.
Satiren und andere Abstürze