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Über den Geschmack - physiologisch und ästhetisch

Über den Geschmack - physiologisch und ästhetisch

von Karin Heiduck
Softcover - 9783640316472
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: keine, FernUniversität Hagen, Sprache: Deutsch, Abstract: In der vorliegenden Hausarbeit sollen sowohl der physiologische als auch der ästhetische

Geschmack sowie deren gegenseitige Beeinflussung betrachtet werden. Der Geschmackssinn,

der in den meisten Sinnestheorien zu den niederen, leibnahen und gefühlsgebundenen Sinnen

gezählt wird, steht in dem Ruf, verglichen mit anderen Sinnen, physiologisch extrem

unterentwickelt zu sein und nur einen geringen Beitrag zum Erkennen der Welt leisten zu

können. In deutlichem Widerspruch zu diesen wissenschaftlichen Charakterisierungen steht

der gesellschaftliche Gebrauch des Geschmacks, der ¿eng mit der ästhetischen Urteilskraft

und dem Vermögen, zu verallgemeinerungsfähigen Urteilen zu gelangen¿, verbunden ist

(Barlösius 2000: 59-62).

Die vorliegende Arbeit wurde vom Reader zum Präsenzseminar ¿Philosophie des

Kulinarischen¿ (Röttgers/Konersmann 2008) inspiriert und kann nicht umhin, sich einen

Vergleich einzuverleiben, den Rigotti zwischen Philosophie und Kochen zieht. Nach Rigotti

ist die Wechselbeziehung zwischen Einheit und Vielfalt, aus der die Philosophie ihre Themen

und ihre disziplinäre Besonderheit entwickelt hat, das ¿Zergliedern, Entgegensetzen und neu

Zusammenfügen, unter dem Einfluss von Ahnungen, Eingebungen und tiefen

Notwendigkeiten¿, auch in der Küche zu beobachten: ¿Bestehen Zubereitung des Essens und

Kochen nicht eben im Zerlegen und neu Zusammensetzen, im Mahlen und Verrühren, im

Schneiden und Vermischen?¿ (2003: 52-54) Genau diese Operationen sollen auch in dieser

philosophischen Hausarbeit Anwendung finden und eine Vielfalt an gedanklichen Zutaten,

sprichwörtlich ¿Kraut und Rüben¿, zu einer abgerundeten Einheit zusammenfügen.

Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Physiologie des Geschmacks und beleuchtet zum

einen Sinnestheorien, die den Geschmack als ¿niederen¿ Sinn klassifizieren und zum anderen

Meinungen, die den Geschmack zu ¿Höherem¿ berufen sehen. Weiters stehen die Aufgaben

des Geschmackssinns im Mittelpunkt der Betrachtung.

Das dritte Kapitel nimmt den kulinarischen Geschmack in den Blick. Im ersten Unterkapitel

wird Plessners Theorie der künstlichen Horizontverengung auf den Bereich der

Nahrungsmittelauswahl umgelegt und beschrieben, warum Esskulturen selektiv, isoliert und

interessensgebunden sind. Im zweiten Unterkapitel wird die kulturelle Formung des

Geschmacks, die eng mit gastronomischen Traditionen, gesundheitlichen, religiösen, moralischen und gruppen-dynamischen Aspekten verbunden ist, betrachtet. [...]

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 01. Mai 2009
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 62 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640316472
Auflage 2. Auflage
Seiten 32

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