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Beschreibung
Im Mittelpunkt stehen Transformationsdiskurse, in deren Verlauf Vorstellungen von Schutz, Nutzung, Zugang und Veränderung zu Küstenpolitik werden. Die Untersuchung reicht vom Umgang mit dem erosionsgefährdeten doppelten Tombolo und der Route du Sel über die Sandökonomie der Strände und die Besucherlenkung auf Porquerolles bis zum Schutz- und Governancegefüge des Nationalparks Port-Cros. Das Buch verbindet die Analyse einer komplexen Küstengovernance mit den gelebten Mensch–Meer-Beziehungen. Konflikte werden dabei nicht aufgelöst, sondern in Verfahren, Regeln und räumliche Neuordnungen übersetzt.
Mit Maritimity und Ocean Connectedness erschließt der Band, wie das Meer einen Küstenraum gesellschaftlich prägt und wie sinnliche Erfahrungen, biographische Erinnerungen und alltägliche Praktiken Bindungen an konkrete Meeresorte hervorbringen. Die empirischen Befunde zeigen: Für viele Befragte ist das Meer kein austauschbarer Hintergrund. Solche Bindungen prägen das Erleben von Veränderungen entweder als Schutz, Verlust oder Zumutung. Sie können Schutzbereitschaft fördern, aber auch Erwartungen an vertraute Strände, Zugänge und Nutzungen stabilisieren.
Das Leitmotiv tisser ensemble – miteinander verweben – führt diese Perspektiven zusammen. Es steht nicht für Harmonie, sondern für die dauerhafte Arbeit an Beziehungen unter Spannung. Die Presqu’île de Giens wird so zum Labor konflikthafter Küstennachhaltigkeit – und zum Ausgangspunkt einer Forschungsagenda für mediterrane Küstenzukünfte.
Küstengovernance und Mensch-Meer-Beziehungen im mediterranen Frankreich
Details
| Verlag | Metropolis |
| Ersterscheinung | September 2026 |
| Maße | 20.8 cm x 13.5 cm |
| Format | Softcover |
| ISBN-13 | 9783731616627 |
| Seiten | 236 |