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Beschreibung
Untergrundbahnen gehörten zu den ambitioniertesten Projekten sowjetischer Stadtplanung. Sie sollten Modernität verkörpern, Ordnung stiften und politische Leitbilder im urbanen Raum verankern. Musterbeispiel war die 1935 eröffnete Moskauer Metro, deren Konzept aus der Hauptstadt in andere Teile der Sowjetunion exportiert werden sollte. Doch jenseits Moskaus entwickelte sich die Metroplanung zu einem komplexen Feld konkurrierender Interessen, in dem Vorstellungen von urbaner Entwicklung, Architektur, Funktionalität und symbolische Bedeutung aufeinandertrafen. Die Studie untersucht die Planungsprozesse der Untergrundbahnen in Leningrad (1933–1955) und Taschkent (1938/1959–1977) und richtet den Blick auf das Verhältnis zwischen lokalen Akteur:innen und dem Moskauer Zentrum.
Phillip Schroeder zeigt in dieser Arbeit, wie technische, politische und gestalterische Anforderungen ineinandergriffen und wie lokale Planer:innen zentrale Vorgaben an die eigenen städtischen Visionen anpassten. Die Studie trägt so zu einer Stadt- und Infrastrukturgeschichte der Sowjetunion bei und verdeutlicht, an welchen Stellen der zentrale Planungsapparat herausgefordert werden konnte.
Leningrad und Taschkent auf ihren Wegen zur Metro (1933–1977)
Details
| Verlag | Franz Steiner Verlag |
| Ersterscheinung | Juli 2026 |
| Maße | 24 cm x 17 cm x 2.2 cm |
| Format | Softcover |
| ISBN-13 | 9783515141895 |
| Seiten | 337 |