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Beschreibung
Social Engineering wird häufig als IT-Randthema oder als Folge individueller Unachtsamkeit beschrieben. Carsten Reffgen zeigt, warum diese Sicht zu kurz greift: Manipulation wirkt nicht gegen die Entscheidungslogik, sondern an ihr. Das Buch versteht Social Engineering als Entscheidungsphänomen unter Unsicherheit – von der einzelnen Interaktion bis zu skalierender hybrider Einflussnahme – und macht die Bedingungen sichtbar, unter denen Handlungen im Moment plausibel, richtig und sozial legitim erscheinen, obwohl sie fremden Interessen dienen.
Im Zentrum steht das vom Autor entwickelte Emotion-Bias-Principle (EBP) Wirkmodell. Es integriert vier Wirkkomponenten: emotionale Aktivierung, kognitive Verkürzung (Bias), soziale Legitimation (Prinzip) und organisationale Erwartungsräume. Damit wird erklärbar, warum auch kompetente, geschulte Personen in regelkonformen Routinen zu sicherheitsrelevanten Entscheidungen gelangen – und warum klassische Gegenmaßnahmen strukturell häufig zu spät ansetzen.
Mit interdisziplinärer Einordnung, prägnanten Merksätzen, der universellen Social-Engineering-Angriffskette sowie Fallanalysen (u. a. Enkeltrick, CEO-Fraud, Multikanal-Diskreditierung) liefert das Werk eine analytische Lesefolie für Prävention und Resilienz.
Ein interdisziplinäres Wirkmodell menschlicher Manipulation
Details
| Verlag | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH |
| Ersterscheinung | 03. Dezember 2026 |
| Maße | 24 cm x 16.8 cm |
| Format | Softcover |
| ISBN-13 | 9783658525583 |