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Beschreibung
Bereits in seinen ›frühen gedichten‹, entstanden in den fünfziger und frühen sechziger Jahren, zeigt sich Reiner Kunze als Dichter, der scharf hinsieht und leise spricht. Hinter lyrischen Wendungen von bildlicher Leuchtkraft und zartem Reiz bezieht er unmißverständlich Stellung: Indem er das Poetische gegenüber dem bloß Inhaltlichen verteidigt, nimmt er das Individuelle in Schutz – kein leichtes in einem sozialistischen Staat, der die Rechte des einzelnen geringgeschätzt hat.
Deutlicher ist Kunze in seiner Sammlung ›sensible wege‹, die ihm 1969 im Westen zum literarischen Durchbruch verhalf. Gewidmet dem tschechischen und slowakischen Volk und vielen verfolgten Dichtern, zeugen diese behutsamen, ja verschwiegenen Gedichte von Kunzes Solidarisierung mit dem Prager Frühling, von seinem Protest gegen den Einmarsch der russischen Armee. In poetischen Bildern von überraschender Prägnanz übt er Kritik, ohne das Lyrische aus den Augen zu verlieren. Seine Gedichte sind empfindsame, in weite Tiefen vordringende Gebilde, deren gesellschaftliche Dimension im Poetischen gleichsam verborgen ist. Warnhinweis bzgl. Taschenbuch: nicht erforderlich.
und frühe gedichte
Details
| Verlag | FISCHER Taschenbuch |
| Ersterscheinung | 01. August 1996 |
| Maße | 19 cm x 12.5 cm |
| Gewicht | 148 Gramm |
| Format | Taschenbuch |
| ISBN-13 | 9783596132713 |
| Auflage | 5. Auflage |
| Seiten | 144 |