AM ENDE DER JAGD WERDEN DIE HASEN GEZÄHLT. ES ENTSCHEIDET SICH, WER WELCHE ROLLE EINNIMMT. »Ich sehe den Berg, eine Explosion und Trümmer. Doch nicht nur das Außen liegt in Schutt und Asche – nein. Es sind unsere Seelen, die zum zweiten Mal geflickt werden müssen. Hier stehen wir nun und blicken über den atemberaubenden See, der liebevoll vom Busen der großen Mutter umarmt wird. Traurige Gesichter schauen zu Boden, doch aufgeben ist keine Option. Wir wissen, was zu tun ist.« Verloren oder gestärkt – möchte man sich fragen, während sich die Stille des Eises unerträglich um jene Herzen legt, die mit aller Mühe zu schlagen versuchen. Sie sind nicht mehr diejenigen, die sie einst gewesen sind, während die Dämonen der Zeit sie zu Fall bringen wollen. Werden Tarek, Eira und Perun sie bekämpfen können, vor ihnen fliehen oder gar aufwachen und zurück in das Licht kehren? Werden sie Mut fassen und das besiegen, was sie vermeintlich daran hindert, klar sehen zu können? --------------------------------------------------------------------------------------------- Eira, Perun und Tarek sind wieder in Kasachstan – im Herzen Ugoms, während sich ihre zerschundenen Seelen wieder zusammenzusetzen versuchen. Alte Muster destruktiver Natur sind jene, die sie aufsuchen sich selbst zu spüren oder gar zu betäuben. Der Winter trifft sie hart und treibt ihre müden Glieder in die Knie. Wenn es aber scheint, als würden sie das verlieren, was man als Klarheit und Überlebenswillen bezeichnen mag, zeigen sich Geister aus vergangenen Tagen. Es kitzelt an deren Nervenenden, breitet sich in ihren Körpern aus und bringt ihre Instinkte dazu, sich allmählich in Bewegung zu setzen. Nicht nur sich selbst haben sie beinahe verloren, sondern auch die größte Mission und Aufgabe, die vor ihnen liegt. Sobald die letzte Schneeflocke geschmolzen sein wird, trägt es sie in ein weit entferntes Land. Hier zählt das, was unausweichlich ist: der Glaube. »Nicht jeder ist Feind, nicht jeder ist Freund«, sagte ein brillanter Geist, der nicht mehr unter ihnen weilen darf, aber dennoch einen Einfluss hat, den sich kein Individuum zu ausmalen wagt. Und wenn wir schon von Geistern sprechen – erinnere dich: »Glaube nicht, was du siehst«, sprachen Stimmen, die unser Dreigestirn in ein unbekanntes Land führt, um sich wieder daran zu erinnern, was wirklich wichtig ist.
Homo Perfectus - Relikte der Zeit