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Beschreibung
In der erziehungswissenschaftlichen Kindheitsforschung stellt Queerness bislang eine Leerstelle dar und wird weder in der Theoriebildung noch als sozial relevante Dimension oder Teil frühpädagogischer Verhältnisse berücksichtigt. Die Studie geht anhand von Interviews mit
queer
-positionierten Erzieher*innen der Frage nach, wie Kindheiten und Lebensweisen im Plural in der (frühen) Kindheit ermöglicht oder begrenzt werden, indem
queering
als analytischer Zugang normative Ordnungen in Bewegung bringt.
Die Befunde zeigen, dass die Anerkennung von Vielfalt in der Kita dort an Grenzen des Denk-, Sag- und Lebbaren stößt, wo Queerness als gegenwärtige Möglichkeit sichtbar wird, etwa in Kinderbüchern oder über spekulative Sprechweisen als Differenz lesbar wird. Es wird deutlich, dass Cis-Heteronormativität in der (frühen) Kindheit den selbstverständlichen Orientierungshorizont bildet, während Queerness über Alters- und Zeitnormen als ‚zu früh‘ und ‚Noch-Nicht-Lebenswirklichkeit‘ in die Zukunft verschoben wird. Vor diesem Hintergrund verbindet die Studie Childhood Studies und Queer Studies, macht bislang ausgeklammertes Wissen über Queerness in der (frühen) Kindheit zugänglich und entwirft eine
queer
-inklusive Perspektive auf Kindheit, in der queeres Leben nicht auf ‚später‘ verlagert wird, sondern bereits in Gegenwart und Zukunft lebbar und möglich ist.
Theoretische, methodologische und empirische Annäherungen als Bewegungen in der Aushandlung des Möglichen
Details
| Verlag | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH |
| Ersterscheinung | 06. September 2026 |
| Maße | 21 cm x 14.8 cm |
| Format | Softcover |
| ISBN-13 | 9783658526238 |