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Pflege ist weiblich. Armut ist weiblich. Altenpflege in Österreich

Pflege ist weiblich. Armut ist weiblich. Altenpflege in Österreich

von Gertraud Wagenhofer
Softcover - 9783668112346
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Didaktik - Politik, politische Bildung, Note: 1,00, Universität Wien (Institut für Staatswissenschaft), Veranstaltung: Seminar: Wirtschaft und Politik, Sprache: Deutsch, Abstract: Pflege ist weiblich ¿ Armut ist weiblich. Zwei verschiedene und sich doch überschneidende

Blickwinkel auf dieselbe Problematik.

Wenn man von der Pflege alter Menschen in Österreich spricht, so spricht man

davon, dass die Pflegenden vor allem Frauen sind: Betreut und gepflegt wird entweder

stationär in Heimen oder ambulant durch mobile Hilfsdienste oder von

weiblichen Pflegekräften aus den neuen EU-Ländern, überwiegend aber unentgeltlich

innerhalb der eigenen Familie von Frauen, was sich wiederum auf deren

berufliche Tätigkeit und das Lebenseinkommen nachhaltig reduktiv auswirkt.

Wenn man von Armut spricht, so ist diese auch im Alter weiblich. 2/3 der Pensionen

von Frauen liegen unter der Armutsgrenze. Frauen werden statistisch älter

als Männer, dh auch der Pflege in hohem Alter häufiger bedürftig. Wenn diese

betagten Frauen Pflege benötigen, so können sie sich außerhalb des Familienverbandes

Pflege kaum leisten, trotz staatlicher Unterstützungen. Sie werden zu

Sozialhilfeempfängerinnen, und für viele von ihnen ist das ein großes Problem,

denn damit sind sie auch nach gesellschaftlicher Ansicht ¿arm¿. Wenn sie etwas

gespart haben, so wird im Falle von Inanspruchnahme einer stationären Betreuung

oder staatlicher Unterstützung für eine 24-Stunden-Pflege je nach Bundesland

unterschiedlich auf dieses ¿Vermögen¿ zugegriffen.

In allen Fällen macht die Inanspruchnahme von Pflege stationär oder zuhause arm

und liefert pflegebedürftige Menschen einem System aus, das ihnen einen

möglichen finanziellen Handlungsspielraum ebenso raubt wie die

Selbstbestimmtheit, die ohnehin durch die Pflegebedürftigkeit eingeschränkt ist.

Die Politik der letzten Jahrzehnte hat darauf hauptsächlich unter demografischem

Druck, aber keineswegs in ausreichendem Maße reagiert und nicht einmal die

Problematik der Finanzierbarkeit für den Staat und die Betroffenen ansatzweise zu

lösen gewusst. Schon gar nicht wurden Alternativen für die noch wesentlich

stärker belastenden emotionalen und humanen Aspekte geschaffen, die pflegende

und zu pflegende Menschen gleichermaßen betreffen. Dass es solche Alternativen

gäbe, deren Umsetzung sehr wohl organisierbar und finanzierbar wäre, zeigen

andere Länder, aber auch zahlreiche Studien.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung März 2016
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 62 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783668112346
Auflage 2. Auflage
Seiten 32

Schlagwörter