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Perzeption von CVC-Nichtwörtern über weißem Rauschen im Deutschen

Perzeption von CVC-Nichtwörtern über weißem Rauschen im Deutschen

von David Spitzl
Softcover - 9783640159567
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend), Note: 1,3, Universität Konstanz, Veranstaltung: Phonetics II - Speech Perception and Language Comprehension, Sprache: Deutsch, Abstract: Zumeist werden phonetische Experimente unter Idealbedingungen durchgeführt, d.h. die

Stimuli, die akustisch präsentiert werden, werden der Versuchsperson möglichst klar und

verständlich präsentiert. Somit versucht man beispielsweise mögliche Fehlerraten, die auf das

reine akustische Verständnis zurückzuführen sind, zu minimieren. In natürlicher

Kommunikation ist es jedoch äußerst selten, dass solche Idealbedingungen vorherrschen.

Vielmehr liegt es oft am Hörer, das Signal über den allgemeinen Geräuschpegel hinweg

herauszufiltern und zu begreifen. In der Regel funktioniert dies ohne Probleme, auch wenn

man sich zum Beispiel an einer vielbefahrenen Straße unterhält. Trotz allem können immer

wieder Missverständnisse auftreten und Wörter falsch verstanden werden. Experimente, die

ein Hintergrundgeräusch simulieren und damit die Sprachwahrnehmung beeinflussen können,

können Aufschlüsse auf die generelle Sprachperzeption geben. Die folgende Studie soll sich

damit beschäftigen, Mißperzeption, also falsch interpretierte Wahrnehmung von Sprache,

unter Einfluss von weißem Rauschen zu analysieren und aufzudecken, welche Prozesse aus

welchem Grund dafür verantwortlich sind.

Hierbei liegt die Konzentration allein auf CVC (Konsonant-Vokal-Konsonant)-Silben, wobei

jede der Komponenten bei einer vorkommenden Mißperzeption genauer untersucht werden

soll, sprich als Onset, Vokal und Coda. Es soll begründet werden, warum bei einer

Mißperzeption beispielsweise ein /p/ anstelle des präsentierten /k/ verstanden wurde und

warum hohe Vokale hinteren überlegen sind, sowie Ursachen beschrieben werden, die zur

Tilgung von Codas führen.

Bisherige Experimente haben bereits Mißperzeptionen von Konsonanten beschrieben (Miller

& Nicely 1955) und kamen zu dem Ergebnis, dass konsonantische Kontraste im Onset

robuster sind als in der Coda und hohe Vokale robuster als hintere Vokale. Pickett (1957)

berichtet von ¿asymmetrical patterns of confusions¿ zwischen hinteren Vokalen, die für ihre

vorderen Gegenstücke gehalten werden, jedoch nicht andersherum. Ergebnisse der Studien

sind beispielsweise, dass Stimmhaftigkeit und Artikulationsart die robustesten Kontraste

bilden, dass jedoch der Artikulationsort anfällig für Verwirrungen bei der Sprachperzeption

ist.

Die genannten Experimente basierten im Gegensatz zu der folgenden Studie auf CV bzw. VC

Silbenstrukturen, wurden aber auch mit Hilfe von weißem Rauschen durchgeführt.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 10. September 2008
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 51 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640159567
Auflage 3. Auflage
Seiten 24