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Beschreibung
F. W. Murnaus Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens übertrug Bram Stokers Dracula-Geschichte 1922 in eine Welt aus Schatten, kargen Landschaften und ausgestorbenen Straßen. Max Schrecks Graf Orlok war kein eleganter Verführer. Mit kahlem Schädel, langen Fingern und rattenhaften Zügen erschien er wie der Überbringer einer Seuche. Der Rechtsstreit mit Florence Stoker brachte den Film anschließend an den Rand der Vernichtung. Überlebt hat er trotzdem. Heute gehört er zu den einflussreichsten Werken des Horrorkinos.
Nosferatu – Symphonien des Grauens verfolgt die Entwicklung des Grafen Orlok über vier Filme und mehr als ein Jahrhundert. Die vollständig überarbeitete Ausgabe verbindet Produktionsgeschichte, Filmanalyse und Darstellerporträts mit einem Vergleich der unterschiedlichen Inszenierungen. Welche Bilder wurden übernommen? Wie veränderten sich Orlok, Ellen und Hutter? Und was erzählen die Filme ihrer jeweiligen Zeit über Seuche, Begehren, Tod und die Angst vor dem Fremden?
Der Band untersucht Murnaus Stummfilmklassiker, seine Entstehung bei Prana Film, die Arbeit von Albin Grau und Henrik Galeen, die Drehorte sowie die expressionistische Bildsprache. Werner Herzogs Nosferatu – Phantom der Nacht griff den Stoff 1979 erneut auf. Klaus Kinski spielte den Vampir als einsames, vom eigenen Weiterleben gequältes Wesen. Isabelle Adjani und Bruno Ganz bewegten sich durch eine Welt, in der Verfall und Melancholie an die Stelle des stummen Schreckens traten.
Mit Nosferatu in Venedig kehrte Klaus Kinski 1988 noch einmal als Vampir zurück. Die von Konflikten und Regiewechseln überschattete Produktion verlegte den Mythos in die morbiden Paläste und nächtlichen Kanäle Venedigs. Der umstrittene Film führte die Geschichte in eine eigenwillige, düstere Richtung weiter.
Robert Eggers brachte Graf Orlok 2024 mit Nosferatu – Der Untote zurück auf die große Leinwand. Bill Skarsgård verschwand beinahe vollständig in der Gestalt des Vampirs, während Lily-Rose Depps Ellen stärker ins Zentrum rückte. Eggers griff Murnaus Motive auf und verband sie mit Körperlichkeit, Besessenheit und einer bedrückenden Vorstellung von Begehren und Tod.
Die farbig bebilderte A5-Archiv-Ausgabe stellt die vier Filme einander gegenüber und untersucht, wie jede Generation ihren eigenen Nosferatu erschuf. Von Max Schreck über Klaus Kinski bis zu Bill Skarsgård: vier Verkörperungen einer Schreckensgestalt, die das Horrorkino seit 1922 verfolgt.
Von Murnaus Stummfilm-Albtraum über Werner Herzogs Phantom der Nacht bis zu Nosferatu der Untote
Details
| Verlag | Colla & Gen Verlag und Service |
| Ersterscheinung | 10. Dezember 2026 |
| Maße | 21 cm x 14.8 cm x 1.5 cm |
| Gewicht | 600 Gramm |
| Format | Hardcover |
| ISBN-13 | 9783985783311 |
| Auflage | Auflage |
| Seiten | 120 |