Eine ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltige Entwicklung setzt neue und komplexe Formen der Koordination zwischen Akteuren voraus, die weit über die Informations- und Koordinierungsleistungen von Märkten und Preisen hinausgehen. Unternehmen haben auf globale und nationale De-Regulierungen, die Verbreitung von
Netztechnologien
und systemischen Innovationen sowie auf erhöhte Umweltturbulenzen längst mit komplexeren,
kollektiveren Formen
der Koordination reagiert, v.a. mit regionalisierter
Clusterung
sowie
Kooperation und Netzwerkbildung.
Gelungene Vernetzungen unter Einbeziehung vielfältiger Akteure gibt es auch im Rahmen von regionalen Netzwerken des Stoffstrommanagements, der regionalen Nahrungsmittelversorgung, der lokalen Agenda 21 u.a.m. Anlässe und Hintergründe dieses Tagungsbandes sind die
Vielfalt
der bestehenden Netzwerk-Strukturen, die in den letzten Jahren ein zentraler sozialwissenschaftlicher und sozial-ökonomischer Untersuchungsgegenstand geworden sind, und die neuen «Märkte», in denen sie sich bewegen, die Sustainability- und Agenda 21-Debatten und -Organisationen, deregulierte Globalisierung und regionale Clusterung als, teilweise spontane, neue Formen räumlicher Organisation der Wirtschaft, der neue Charakter technologischer Innovationen als netzbasierte und systemische Prozesse sowie das neue Verhältnis der Dienstleistungen als
interaktives Lernverhältnis
zwischen Dienstleistern und Dienstleistungsunternehmern. Der Band enthält theoretische Grundlagen und konkrete industrielle und regionale Fallstudien zur Netzwerkbildung und zur spezifischen Leistung von Netzwerken, die aus diversen Akteuren entstanden sind.
Komplexitaet und Koordination in Industrie, Stadt und Region