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Liberalitas legibus et aequitate subnixa

Liberalitas legibus et aequitate subnixa

von Robin Repnow
Hardcover - 9783162003478
140,00 €
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Beschreibung

In der Spätantike konnten Privatpersonen in verschiedenen Situationen Grundstücke oder andere Vermögenswerte durch Akte des Kaisers oder der Verwaltung erwerben. Häufig stammten diese aus Konfiskationen, etwa erbenloser Nachlässe ( bona vacantia , caduca ), des Vermögens verurteilter Straftäter ( bona damnatorum ) oder herrenloser Sklaven ( vaga mancipia ). Da der fiscus diese Güter oft nicht wirtschaftlich nutzen konnte und der Kaiser zugleich politischem Druck ausgesetzt war, einflussreiche Personen zu belohnen, wurden sie vielfach weitergegeben - teils entgeltlich, häufig aber auch unentgeltlich. Dabei entwickelte sich ein Verfahren, in dem Privatleute mittels einer petitio eine kaiserliche Zuwendung beantragen konnten.
Die Arbeit untersucht anhand spätantiker Kaiserkonstitutionen dieses Verfahren sowie die privatrechtliche Stellung der Empfänger. Die Analyse zeigt, dass diese in der Regel Eigentum erwarben - selbst dann, wenn die Sachen nicht dem fiscus zustanden. Da ein gutgläubiger Erwerb vom Nichtberechtigten im römischen Recht grundsätzlich ausgeschlossen war, ist dieser Eigentumserwerb als Erwerb durch Hoheitsakt zu verstehen.
Zugleich wird deutlich, dass die spätantiken Kaiser differenzierte und durchdachte Regelungen trafen und um einen gerechten Interessenausgleich bemüht waren. Ein Verfall der Rechtskultur, wie ihn die These vom spätantiken Vulgarrecht annimmt, lässt sich nicht feststellen.

Rechtserwerb durch kaiserliche Eigentumszuweisung in der Spätantike

Details

Verlag Mohr Siebeck
Ersterscheinung 30. September 2026
Maße 23.2 cm x 15.5 cm
Format Hardcover
ISBN-13 9783162003478
Auflage 1. Auflage
Seiten 632

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