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Beschreibung
Menschliche Selbstüberschätzung zeigt sich im anhaltenden Glauben an unbegrenztes Wachstum und in der Verdrängung der Folgen menschlicher Eingriffe in das Klimasystem. Selbst bei globalen Nullemissionen lassen Erdsystemmodelle weitere Klimaveränderungen erwarten, da CO₂ im komplexen Zusammenspiel von Atmosphäre, Ozeanen und Land nur langsam abgebaut wird. Gleichzeitig bleiben zentrale Prozesse – etwa bei atmosphärischen Telekonnektionsmustern und in der Ozeanzirkulation – mit Unsicherheiten behaftet.
Wachstums- und Konsumorientierung erschweren die Entwicklung nachhaltiger Lebensweisen, während geopolitische Konflikte Klimafragen zunehmend in den Hintergrund drängen. Der Übergang zu nichtfossiler Energie ist im Gange, bringt jedoch erhebliche soziale Spannungen mit sich. Ohne mehr Verteilungsgerechtigkeit und die globale Ausrichtung auf einen ökologischen Umbau droht dieser Wandel zu scheitern.
Dieses Buch stellt verbreitete Narrative zur Klimakrise kritisch zur Diskussion und macht ihre wissenschaftliche, gesellschaftliche und politische Komplexität sichtbar. Es zeigt, dass die Krise aus dem alltäglichen Handeln von Milliarden Menschen entsteht – und dass tragfähige Lösungen tiefgreifende ökonomische Veränderungen erfordern. Zugleich wird deutlich: Dauerhafte politische Rivalität steht im Widerspruch zu den globalen Herausforderungen unserer Zeit. Nur durch Kooperation und ein neues Verständnis von Verantwortung lässt sich eine lebenswerte Zukunft sichern.
Zwischen Realität und Simulation
Details
| Verlag | Springer Berlin |
| Ersterscheinung | 03. Juli 2026 |
| Maße | 23.5 cm x 15.5 cm |
| Format | Softcover |
| ISBN-13 | 9783662733233 |
| Seiten | 221 |