✍️ 🧑‍🦱 💚 Autor:innen verdienen bei uns doppelt. Dank euch haben sie so schon 476.753 € mehr verdient. → Mehr erfahren 💪 📚 🙏

Judenhass in der frühen Neuzeit

Judenhass in der frühen Neuzeit

von Lars-Benja Braasch
Softcover - 9783640302260
15,95 €
  • Versandkostenfrei
Auf meine Merkliste
  • Hinweis: Print on Demand. Lieferbar in 5 Tagen.
  • Lieferzeit nach Versand: ca. 1-2 Tage
  • inkl. MwSt. & Versandkosten (innerhalb Deutschlands)

Autorenfreundlich Bücher kaufen?!

Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,0, Universität Konstanz, Sprache: Deutsch, Abstract: Die frühe Neuzeit war eine Epoche in der die Deutschen1 lernen mussten, große

Krisen, sowohl politischer und natürlicher Art, als auch und insbesondere

kultureller und spiritueller Natur, zu bewältigen. Eines der Hauptventile zum

Abbau der daraus entstandenen soziokulturellen Spannungen waren diverse

Feind- und Angstbilder, deren Objekte, dem einfachen Menschen als

Sündenbock dienend, ein starkes machtpolitisches Instrument der Kirchen2

darstellten. Das wohl auffallendste und absurdeste Bild in diesem Kontext ist das

der Juden, das hier näher untersucht werden soll.

Die Kirche setzte viel daran, die Juden öffentlich zu diskreditieren und als

Mörder, Gottesschänder und generell als die Schuldigen für viele größere und

kleinere Übel darzustellen. Auf der einen Seite wurden dubiose Scheinprozesse

abgehalten, die häufig durch unter Folter erzwungene Geständnisse entschieden

wurden (der Trienter Prozess, auf den hier näher eingegangen wird, dient als

eindrucksvolles Beispiel). Horrornachrichten über ¿jüdische Hostienfrevel¿ und

Ritualmorde, verbreitet in Flugblättern, Traktaten und Chroniken¿3 taten ein

Weiteres.

Es lässt sich schwer nachvollziehen, wie groß und wie direkt der Einfluss der

Kirchen auf den Aberglauben der Bevölkerung sein musste, um die weit

verbreitete Angst vor den ¿mordenden, schändenden und vergiftenden4 Juden¿

zu schüren. Sicher ist jedoch, dass die Geschichtswissenschaft erst nach Ende

des Zweiten Weltkriegs begann, die weit reichenden Facetten, und vor allem Schlüsselmomente wie den Trienter oder den Prozess zu Rinn, kritisch zu

untersuchen.5

Zweierlei Dinge müssen zum besseren Verständnis getrennt voneinander

untersucht werden: auf der einen Seite der Konflikt der gelehrten Religion und

auf der anderen Seite die Problematik des Volksglaubens. Die Briefe und

Schriften Luthers zum Beispiel richten sich an eine komplett andere Zielgruppe

als öffentliche Scheinprozesse mit anschließender Hinrichtung. Trotzdem ist das

vermittelte Bild des Juden dasselbe.

[...]

Untersucht an Hand der Ritualmordbeschuldigungen und den Schriften Luthers

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 15. April 2009
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.2 cm
Gewicht 45 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640302260
Auflage 2. Auflage
Seiten 20