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Förderung devianter Jugendlicher durch erlebnispädagogische Maßnahmen

Förderung devianter Jugendlicher durch erlebnispädagogische Maßnahmen

von Michael Wolff
Softcover - 9783656411727
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Beschreibung

Bachelorarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Soziale Arbeit / Sozialarbeit, Note: 1,7, Universität Vechta; früher Hochschule Vechta, Sprache: Deutsch, Abstract: Erlebnispädagogik wird häufig als Urlaub und Freizeitspaß missverstanden. Vor allem

in Medien wird ein Bild produziert, das den Anschein macht, als würden aufsässige

Jugendliche für ihr Verhalten mit einer individuellen Reise in ein fernes Land belohnt.

Allerdings scheint es so, als wüssten die Produzenten solcher Bilder nichts über die

Wirkweise einer solchen Maßnahme. In dieser Arbeit wird dem Leser vermittelt, welche

Modelle für erlebnispädagogische Settings bestehen und was es für eine erfolgreiche

Maßnahme zu beachten gilt. Darüber hinaus werden gesellschaftliche Strukturen

analysiert, die dazu beitragen, deviantes Verhalten auftreten zu lassen. Anhand dieser

Analyse wird erkennbar, warum gerade die Erlebnispädagogik so viel Förderpotential

besitzt in der Arbeit mit devianten Jugendlichen. Eine mögliche Definition lautet:

¿Erlebnispädagogik ist eine handlungsorientierte Methode und will durch

exemplarische Lernprozesse, in denen junge Menschen vor physische, psychische und

soziale Herausforderungen gestellt werden, diese in ihrer Persönlichkeitsentwicklung

fördern und sie dazu befähigen, ihre Lebenswelt verantwortlich zu gestalten¿

(Heckmair/Michl 2004, S. 102). Eine einheitliche Definition gibt es zwar bislang noch

nicht, aber diese Definition beschreibt sehr gut worauf es bei den Maßnahmen ankommt

und auch welchen Anspruch Erlebnispädagogen/innen an sich selbst stellen.

Einer der großen Vordenker der Erlebnispädagogik ist Jean Jaques Rousseau, der im 18.

Jahrhundert lebte. Er entwickelte die Idee der Minimalerziehung. Hierbei sollte ein

Erzieher lediglich dafür zuständig sein, äußere Einflüsse von seinem Zögling fern zu

halten. Er wollte somit erreichen, dass das Fehlverhalten und die Konsequenz daraus für

den Zögling unmittelbar spürbar sind (vgl. ebd., S. 18). Außerdem sollte der Zögling

alles was für ihn relevant ist zu erfahren auch selbst erleben und es nicht beigebracht

bekommen. Bei einer Wanderung mit einer Gruppe Jugendlicher könnte dieses Prinzip

so aussehen: Die Jugendlichen wandern ihres Weges und vergessen dabei sich um neue

Nahrung zu kümmern. Der Betreuer lässt sie einfach weiter wandern, obwohl er die

Problematik bereits bemerkt hat. Wenn die Jugendlichen später feststellen, dass sie

keine Nahrung mit sich tragen und die ganze Nacht mit hungrigen Bäuchen verbringen,

wird ihnen dieser Fehler wahrscheinlich nicht noch einmal passieren. Sie würden somit

lernen ihren Tagesablauf sorgfältiger zu organisieren.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 20. April 2013
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.4 cm
Gewicht 73 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783656411727
Auflage 2. Auflage
Seiten 40