Konflikte und Debatten haben die Geschichte des Feminismus maßgeblich geprägt. Mit Leidenschaft wurde über Grenzziehungen, Kategorien, Zugehörigkeiten und Ausschlüsse, über Politik, Theorie und Praxis gestritten. Gegenwärtig wirken innerfeministische Differenzen oft zermürbend, abweichende Positionen stoßen auf Härte und Debatten werden eher abgebrochen als ausgetragen.
Der Band versammelt Texte zu Konflikt- und Scheidelinien der feministischen Geschichte und Gegenwart in Theorie und Praxis. Gegen Spaltung und Polarisierung setzt er die produktive Kraft des zugewandten Widerstreits.
Die einzelnen Beiträge verhandeln innerfeministischen Widerstreit und Debatten um Krieg und Militarisierung, feministische Erinnerungskultur an den Nationalsozialismus, Mutter- und Elternschaft im Kapitalismus, das Konfliktfeld der Sprache sowie Fragen der Pluralität und Solidarität im beständigen Ringen um eine gewinnbringende Streitkultur.
Mit Beiträgen von Theodora Becker, Laura Melina Berling, Lena Böllinger, Regina Borovaya, Christina Engelmann, Ute Gerhard, Barbara Grubner, Johanna Grubner, Lisa Yashodhara Haller, Eszter Kováts, Birge Krondorfer, Brita Krucsay, Lea Sherin Kübler, Koschka Linkerhand, Katharina Lux, Melinda Matern, Ioanna Myrto Menhard, Margo Okazawa-Rey, Heike Raab, Elke Schimpf, Alicia Schlender, Antje Schrupp, Sina Speit, Mailin Kleo Stangenberg, Lou Zucker und künstlerischen Interventionen von Ida Bomm, Luisa Kasalicky, Eva Kellner-Schug, Monica C. LoCascio, Jannike Stelling.
Über die Produktivität des Konflikts im innerfeministischen Widerstreit