Ein Möglichkeitsroman: eine Welt, die das Geld hinter sich gelassen hat - nicht vorgerechnet, sondern erzählt. Eine Insel vor Kanadas Pazifikküste, ein Schweizer Bergtal, ein Trockenwald in Costa Rica: An diesen drei Orten folgt EINTRAG NULL vier Generationen einer Familie zwischen 2029 und 2100. Es beginnt damit, dass eine Frau hundertvierzig Zedern zählt. Es endet damit, dass drei Tage einer Föderation ohne Zentrum bleiben, um über den letzten zentralen Schlüssel ihrer Geschichte zu entscheiden - während fremde Hände an den Rändern bereits danach tasten. Dazwischen liegt eine Liebe über fünfzig Jahre hinweg: eine Frau aus der atmenden Welt, ein Mann aus der Welt des Geldes, und eine einzige Stunde am Tag, die in keinem Register erscheint. Er hütet das letzte Geheimnis der transparentesten Gesellschaft der Geschichte. Erst ihre Enkelin erfährt im Jahr 2100, als sich der versiegelte EINTRAG NULL öffnet, worauf die ehrlichste Ökonomie der Welt wirklich gebaut wurde. Der Roman ist weder Dystopie noch Traktat. Er setzt voraus, was sonst bewiesen werden soll: dass eine Gesellschaft ohne Geld funktionieren kann, ohne zentrale Macht, innerhalb der Grenzen, die unser einziger Planet setzt. Und er fragt das Schwierigere: Was kostet der Übergang dorthin - und wer trägt die Kosten, über Generationen hinweg? Der Weltentwurf ist nicht frei erfunden. Er ruht auf nachprüfbaren Quellen: einem Bericht über die globale Verteilung von Vermögen, einem technischen Entwurf für Koordination jenseits des Geldes, einem Klimaszenario des Weltklimarats - und sein Gerüst liegt offen. Zwischen den Kapiteln stehen Dokumente aus der erzählten Welt: ein Blatt der Inselgemeinschaft von 2032, ein Zeitungsartikel von 2050, ein Konsensbericht von 2100. Die Grundlagen des Buches und die Werkstatt dahinter sind offen einsehbar. Eine Dokumentation legt das Fundament der erzählten Ordnung frei und versieht jede Behauptung mit einer Bewertung: belegt, in einem Labor zu klären, nicht prüfbar; die Webadresse steht im Impressum. Als Frage bleibt: ob eine gerechte Ordnung ohne Unschuld auskommt - und ob eine Gesellschaft, die keine Mitte mehr duldet, es aushält, ebendiese zentrale Macht in hundert Händen zugleich zu tragen.
Roman einer gerechten Welt ohne Geld — innerhalb der Grenzen des Planeten