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Digitaler[Stadt]Raum - Vom kontemplativen Betrachter zum partizipativen User

Digitaler[Stadt]Raum - Vom kontemplativen Betrachter zum partizipativen User

von Simon Hebler
Softcover - 9783656406471
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Beschreibung

Magisterarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1.0, Philipps-Universität Marburg (Institut für Europäische Ethnologie), Veranstaltung: Europäische Ethnologie, Kulturanthropologie, Kulturwissenschaft, Sprache: Deutsch, Abstract: Gemälde, Fotografien, Bücher, Fernsehbilder, Filme, Briefe, Schallplatten

und Tonbänder zeichnen sich dadurch aus, dass sie den Einzelnen mit

etwas Unberührbaren, Entfernten, Vertrauten oder gänzlich Unvorstellbaren

in Kontakt bringen, um im selben Moment jedoch zu gewährleisten,

dass dieses auf Distanz bleibt. Diese Medien sind allesamt real-materielle

Vermittlungsinstrumente von Informationen und zählen zum Forschungsspektrum

kulturwissenschaftlicher Disziplinen. So wie diese vermag auch

das Display das Fremde, Vertraute und Entfernte ästhetisch zu domestizieren.

Im Gegensatz zu der ausschließlich konsumierbaren Form erstgenannter

Medien, können die im Display auftauchenden Inhalte (weitgehend)

frei generiert, verändert und gewissermaßen partizipativ erschlossen

werden. Der digitale Medienumbruch und die damit einhergehenden neuen

Technologien und Wahrnehmungsweisen zeichnen sich nicht nur durch

neue Interaktionsformen im Umgang mit computerisierten Umwelten aus,

sondern auch durch ein Diskursparadigma, wonach Realität infolge dieser

Techniken selbst zur Disposition steht. Als oft genannte Gründe hierfür

müssen die weltweite Vernetzung und die damit einhergehenden globalen

Kommunikationsmöglichkeiten und Datentransporte sowie die immer ausgefeilteren

grafischen Computeroberflächen angeführt werden.

Ob zwischen netzbasierten Informationsdatenbanken und medialisierten

Kommunikationsstrukturen zwischenmenschliche Verbindlichkeit bzw.

jeglicher sinnlicher Kontakt zu realen Gegebenheiten in einer digitalen

Welterfahrung substituiert wird, soll als übergeordnete Kernfrage verstanden

werden. Als weitgehend unberücksichtigter Untersuchungsgegenstand

soll das Display, die Schnittstelle, an der die digitalen (immateriellen) Informationen

in visuell und auditiv wahrnehmbarer Form erscheinen, betrachtet

werden. Fest in die Alltagspraxen und Wahrnehmungsweisen der

Menschen implementiert sind es diese technischen Anzeigen, die computerisiertes

bzw. maschinelles Verhalten abbilden, um dieses dadurch erst

für einen breiten Anwenderkreis ersichtlich und handhabbar zu machen.

Zwischen Fahrkartenkauf, Wissenschaftsbetrieb, Finanzwesen, Bürokommunikation

und Recherche bieten Displays, als sinnlich wahrnehmbare Oberfläche des Computers, in Sekundenbruchteilen die Antwort bzw.

Rückversicherung der Eingaben.[...]

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung April 2013
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.9 cm
Gewicht 180 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783656406471
Auflage 2. Auflage
Seiten 116

Schlagwörter