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Die Nachfolgepolitik des Augustus am Beispiel des Tiberius

Die Nachfolgepolitik des Augustus am Beispiel des Tiberius

von Holger Hufer
Softcover - 9783638748438
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,7, Universität Regensburg (Philosophische Fakultät (Geschichte)), Veranstaltung: Der Prinzipat des Augustus, Sprache: Deutsch, Abstract: I. Einleitung

Bei einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den Charaktereigenschaften

des Tiberius, seinem Wirken als zweiter Prinzeps und Nachfolger des Augustus

und nicht zuletzt mit der Art und Weise, wie er von seinem Stiefvater als Nachfolger

bestimmt und verstanden wurde, ist nicht zu übersehen, dass sich das Tibe-

rius-Bild in der Wissenschaft in den letzten hundert Jahren gewandelt hat. Die

Zeiten der Schwarz-Weiß-Malerei, was seine politische Rolle und seine Psyche

anbelangt, sind längst vorüber. Tiberius wurde, dies sei angemerkt, zumeist als

heuchlerischer und böswilliger Despot hingestellt1, Hermann Schiller und Theodor

Mommsen hingegen kommen zu einer äußerst positiven Beurteilung seiner

Person2. Die neuere Forschungsliteratur, an dieser Stelle sei insbesondere auf

Ernst Kornemanns Tiberius-Biographie und eine weitere Biographie des israelischen

Historikers Zvi Yavetz hingewiesen, differenziert auf der einen Seite zwischen

dem Bild des Tiberius als Opfer einer augusteischen Nachfolgepolitik, die

ihn unwillkürlich als Notlösung aus Gründen der Staatsraison verstand, einem

zutiefst gespaltenen Charakter und seinen unzweifelhaft vorhandenen Talenten im

Bereich der Diplomatie, der militärischen Führung und der Administration. In der

vorliegenden Arbeit will ich versuchen, Fragen zum jahrelangen Ausschauhalten

des Augustus nach einem geeigneten Nachfolger, zur Art und Weise, wie diese

Nachfolgepolitik in Bezug auf Zwangsvermählungen und -adoptionen betrieben

wurde, und nicht zuletzt zum widerspenstigen, bisweilen grotesk anmutenden tiberischen

Charakters aufzuwerfen, und diese anhand von Quellen und Sekundärliteratur

zu beantworten. Mein Hauptaugenmerk gilt dabei ebenso dem Verhältnis

des Tiberius zu seinen Anverwandten und zu Augustus selber, auch sollen seine

charakterlichen Merkmale, die in der modernen Forschung immer mehr Bedeutung

finden, zur Sprache kommen. Weniger im Mittelpunkt soll dabei die eigentliche

Regierungszeit stehen, geprägt von der Affäre um den Prätorianerpräfekten

Seian, der durch Intrigen zum zweiten Mann im Staat aufstieg, sowie durch Majestätsprozesse

und die Nesiarchie des Regenten von Capri aus. Zur Quellenlage,

auf die ich im Laufe der Arbeit in einem eigenen Kapitel noch näher eingehen

werde, ist zu sagen, dass Leben und Eigenheiten des Tiberius insbesondere in den

Kaiserbiographien des Sueton und in den Annalen des Tacitus beschrieben werden...

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 26. September 2007
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.2 cm
Gewicht 45 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783638748438
Auflage 2. Auflage
Seiten 20

Schlagwörter

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