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Die Ambiguität der Literatur

Die Ambiguität der Literatur

Softcover - 9783787352111
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Beschreibung

Ambiguität gehört zu einem der Begriffe, die ins Spiel kommen, wenn es darum geht, literarische Texte von anderen zu unterscheiden. Nicht, dass diese Texte nicht auch Zwei-, Mehr- oder Vieldeutigkeiten aufweisen würden, aber sie gelten nicht als konstitutiv. Konstitutive Ambiguität zeichnet sich dadurch aus, dass ihr der Kontext fehlt, der bei der Bewältigung von Ambiguität im Prozess der Disambiguierung hilft. Genau das unterscheidet linguistische von ästhetischen Ambiguitätstheorien. Beide verhalten sich freilich gleichermaßen blind gegenüber der Form von Texten, weil sie Ambiguität als semantisches und syntaktisches Phänomen behandeln. Im Zentrum des vorliegenden Bandes stehen deshalb die Gattungscodes, die in literarischen Texten deren Form prägen. Generische Ambiguität lässt sich vor allem in der Literatur des langen, des erzählenden 19. Jahrhunderts beobachten, wenn die normative Gattungspoetik schwindet, zugleich aber die Abwendungen von Gattungen in den historischen Avantgarden noch nicht greifen. Die Beiträge in diesem Band gehen auf die Abschlusstagung des vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Projekts »FORM. Generic Ambiguity in Narrative Fiction (1800–1930)« zurück, die vom 28.–31. Mai 2025 im Tagungszentrum Monte Verità in Ascona stattfand.

Details

Verlag Meiner, F
Ersterscheinung November 2026
Maße 23.5 cm x 15.5 cm
Gewicht 1 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783787352111
Seiten 296