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Der Weg zur Unabhängigkeitserklärung des Kosovo

Der Weg zur Unabhängigkeitserklärung des Kosovo

von Jan-Hendrik Schott und Ramona Will
Softcover - 9783640196449
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Politik - Region: Südosteuropa, Note: 1,1, Justus-Liebig-Universität Gießen (Institut für Soziologie), Veranstaltung: Konflikte auf dem Balkan in ihrer historischen Kausalität, Sprache: Deutsch, Abstract: Am 17. Februar 2008 erklärte das Kosovo seine Unabhängigkeit. Diese Nachricht löste in der

ganzen Welt Diskussionen aus. Die großen Mächte streiten darüber, ob dieser Schritt eine

rechtliche Grundlage hat und ob das Kosovo als Staat anerkannt werden kann.

Wir möchten in dieser Hausarbeit herausarbeiten wie es dazu gekommen ist, welche

geschichtlichen Hintergründe zur Unabhängigkeitserklärung geführt haben, welche Parteien

in die Statusfrage des Kosovo involviert sind und wie die Zukunft der Region aussehen

könnte.

Um all diesen Leitfragen auf den Grund zu gehen, möchten wir zunächst einen Einblick in die

Geschichte des Kosovo und in den Konflikt zwischen Serben und Albanern in dieser Region

geben. Daraufhin werden wir die politischen Umstände im Kosovo nach den NATOLuftangriffen

von 1999 bis heute erläutern. Zum Abschluss der Arbeit wollen wir dann einen

Ausblick in die mögliche Zukunft des Kosovo geben und somit unser Fazit ziehen. In der Mitte des 14. Jahrhunderts bildete das Kosovo das Herz des mittelalterlichen

Großserbischen Reichs. Dieses erstreckte sich von Belgrad bis in Gebiete des heutigen

Griechenlands. Zu jener Zeit entstanden im Kosovo eine Reihe von Klöstern der serbischorthodoxen

Kirche. Einige von ihnen bestehen heute noch immer. 1346 wird Pec (im West-

Kosovo) zum Sitz des Patriarchen der serbisch-orthodoxen Kirche.

1389 kommt es zu der berühmten Schlacht auf dem Amselfeld (eine Region nahe Pristina).

Hier kämpfen vorwiegend serbische Truppen, angeführt von Fürst Lazar, gegen die Osmanen

unter Sultan Murat I. Die osmanischen Streitkräfte setzen sich in dieser Schlacht durch,

obwohl beide Feldherren ihr Leben lassen.

Die serbisch-orthodoxe Kirche spricht Lazar trotz seiner Niederlage als Märtyrer heilig. Dies

begründen sie damit, dass er heldenhaft für sein Volk und den christlichen Glauben gegen den

Vormarsch des Islam gekämpft hätte. Der Mythos ¿Amselfeldschlacht¿ bewirkt, dass viele

Serben das Kosovo als ihr Heiliges Land betrachten. 1459 wird der Serbische Staat endgültig durch das Osmanische Reich unterworfen. Im

Kosovo ist die serbische Bevölkerung zwar noch in der klaren Mehrheit, doch der Anteil der

albanischen Bevölkerung steigt stetig an. Sie bringen ihre eigene Sprache und eine völlig

eigene Kultur mit.

Darüber hinaus konvertieren die meisten im Kosovo lebenden Albaner (die

zuvor der autokephalen orthodoxen Kirche von Albanien angehörten) zum islamischen

Glauben.

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 19. Oktober 2008
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 56 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783640196449
Auflage 2. Auflage
Seiten 28

Schlagwörter