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Beschreibung
Säuglinge als eigensinnige Akteure stehen im Zentrum dieser historischen Kindheitsforschung. Während Säuglinge den interdisziplinär Forschenden zu Beginn des 20. Jahrhunderts gar als rätselhaft erschienen, entwickelte sich mit der Zeit die Vorstellung von sozialen Säuglingen , die starke Gefühle empfinden und die Zuwendung der Umgebung benötigen.
Diese Studie gibt Einblicke in die wissenschaftlichen Diskurse der Säuglingsforschung im westlichen Kontext. Illustriert werden Deutungsmuster des Säuglings im Verlauf der Zeit sowie widerständige und brüchige Positionierungen zu dominanten Narrativen über Säuglinge. Anhand von fünf historischen Debatten wird die Verwissenschaftlichung des Säuglings ausgearbeitet: Zunächst durch Tagebuchstudien über Säuglinge, die den Beginn der empirischen Auseinandersetzung mit der Lebensphase markieren. Es folgen medizinische Beschäftigungen mit der Säuglingssterblichkeit und -pflege. Darauf werden Fachtexte betrachtet, die
kalte
Erziehungsvorstellungen eines frühen Gehorsams und der Härte propagierten. Die Frage, was Säuglinge benötigen, um gesund aufzuwachsen, war im 20. Jahrhundert eng verbunden mit der institutionellen Unterbringung und dem Phänomen des Hospitalismus, welches die Gefährdungen des Säuglings in den damaligen Institutionen bündelt. Abgeschlossen wird mit den Wurzeln der Bindungstheorie im internationalen, englischsprachigen Kontext.
Einblicke in die Verwissenschaftlichung des Säuglings im 20. Jahrhundert
Details
| Verlag | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH |
| Ersterscheinung | 31. Oktober 2026 |
| Maße | 21 cm x 14.8 cm |
| Format | Softcover |
| ISBN-13 | 9783658532475 |