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Das Internet der frühen Neuzeit: Eine Entwarnung vom Verfall der Gesellschaft

Das Internet der frühen Neuzeit: Eine Entwarnung vom Verfall der Gesellschaft

von Andreas Raddau
Softcover - 9783656160281
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft, Note: 1,3, Philipps-Universität Marburg, Sprache: Deutsch, Abstract: [...]

Der Einzug, den lol in die mündliche (präziser: außerhalb des Internets

stattfindende) Kommunikation hält, ist ein Beispiel für den Einfluss, den bestimmte

Medien auf mit ihnen sonst nicht verknüpfte Bereiche des Lebens ausüben können.

Dabei werden üblicherweise einige der im Ausgangsmedium beheimateten

Wertesysteme, Konventionen und Haltungen für extramediale Bereiche übernommen

und in diesen für gültig erklärt.

Ein anderer Übergang dieser Art findet statt, wenn Handlungen aus dem

Bereich des Privaten in den der Öffentlichkeit verlegt werden, wenn also normative

Konventionen jener Sphäre auch in dieser zu herrschen beginnen. Die Frage nach der

normativen Bewertung sowohl dieses als auch des umgekehrten Falles gehört zu den zentralen Themen der Soziologie und insbesondere mit dem Aufkommen und vor

allem der Erschwinglichkeit von Fernsehen, Mobiltelefon und in den letzten 15

Jahren auch des Internets ist das Interesse daran nur noch gewachsen.

Im Zentrum dieser Arbeit soll der erstgenannte Fall vom Einzug des Privaten in

die Öffentlichkeit stehen. Grund dafür ist eine Argumentationslinie, die in einigen

ihrer ausformulierten Exemplare beinahe als notorisch bezeichnet werden muss und

deren Vertreter darin die These von einer brutalen Usurpation des öffentlichen

Raumes durch das Private vertreten. Ich werde einige ihrer Vertreter im Verlauf der

Arbeit direkt zu Wort kommen lassen, möchte sie aber an dieser Stelle in ihren

Grundzügen beschreiben. Ob es sich nun beim zentralen Gegenstand der Kritik um das Fernsehen, das

Internet oder sonst ein kommunikations- oder unterhaltungselektronisches Medium

handelt, allen Vertretern dieser Kritikrichtung ist gemein, dass in dem Medium das ¿

und meistens nur das ¿ Potenzial hervorgehoben und, was zu zeigen Ziel dieser

Arbeit ist, übertrieben bedrohlich dargestellt wird, die bestehende gesellschaftliche

Ordnung in ihren Grundfesten zu erschüttern, aufzulösen oder neu zu konstituieren,

die etablierten und nützlichen Grenzen zu zerstören und damit das gelingende soziale

Miteinander unmöglich zu machen. [...]

Details

Verlag GRIN Verlag
Ersterscheinung 29. März 2012
Maße 21 cm x 14.8 cm x 0.3 cm
Gewicht 56 Gramm
Format Softcover
ISBN-13 9783656160281
Auflage 3. Auflage
Seiten 28