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Beschreibung
Wer ein Kind erzieht, prägt mehr als einen Menschen. Er prägt Generationen. Deutschland schultert im internationalen Vergleich ein besonders schweres Erbe. Denn die «schwarze Pädagogik» aus Kaiserreich und Nationalsozialismus wirkt in vielen Familien bis heute nach und nimmt Einfluss auf unsere Gesellschaft.
Im Nationalsozialismus wurde das Prinzip Härte zur Staatsräson. Erziehung bedeutete Züchtigung statt Zärtlichkeit, Kälte statt Gefühle kurz: Kinder mit Gewalt zu brechen. Dafür steht vor allem der Bestseller von 1934 Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind, verfasst von Johanna Haarer, empfohlen von Adolf Hitler höchstpersönlich, verwendet als unverzichtbares Lehrmaterial in NS-Mutterschulen und bis 1987 millionenfach verkauft. Dieser Erfolg zeigt, wie beständig die autoritären Erziehungsmethoden zum Maßstab erhoben und weitergetragen wurden. Sie mögen aus einer anderen Epoche stammen aber sie setzen sich bis heute fort. Entlang der Geschichten mehrerer Familien erzählt Johannes Teschner anschaulich und bewegend, wie gewaltvolle Erziehung über Generationen hinweg wirkt. Unter anderem öffnen sich erstmals Johanna Haarers Nachfahren und schildern, wie der Mangel an Liebe ihre Familie bis heute zeichnet. Denn ganz gleich, wie wir zu unseren Eltern stehen: Ihre Erziehung bestimmt maßgeblich mit, wie wir mit unseren eigenen Kindern umgehen. Sei es, indem wir die Erziehung nachahmen oder radikal mit ihren Werten brechen. Doch so schwer es auch ist am Ende gelingt es tatsächlich einigen, sich von den alten Mustern zu befreien und es besser zu machen.
Wie uns die schwarze Pädagogik der NS-Zeit seit Generationen prägt
Details
| Verlag | C.H.Beck |
| Ersterscheinung | 15. März 2027 |
| Maße | 21.7 cm x 13.9 cm |
| Format | Hardcover |
| ISBN-13 | 9783406858079 |
| Seiten | 240 |