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Beschreibung
Wo die Glocken läuten, die Kirmes nie endet und der Duft von Bohnenkaffee selbst die Geister der Vergangenheit nicht ruhen lässt – Apollonias Geschichte ist ein Westerwaldlied aus Trotz, Sehnsucht und dörfischer Magie. Scholmerbach: Ein Dorf, in dem die Zeit nicht vergeht, sondern sich in den Wurzeln der Bäume und den Stimmen der Toten festsetzt. Hier sucht Marie zwischen Grabsteinen, Ranunkeln und alten Familiengeschichten nach dem Kern ihrer Herkunft – und nach sich selbst. Ihre Großmutter Apollonia, stur, scharfzüngig und lebensklug, hat nie verziehen: weder dem Großvater, noch Gott, noch dem Leben selbst. Doch das Dorf pulsiert weiter – zwischen Kirmesrausch, Dorfklatsch, wilden Nächten und dem ewigen Duft nach Blutwurst und Kohleofen. Mit Humor, Biss und einer Prise Melancholie erzählt Annegret Held von den Frauen des Westerwalds, von Kirmesjugend und Soldatenliebe, von Nachkriegsdeutschland und Dorfgeheimnissen, die sich wie der Rauch aus dem Kohleofen in jede Ritze legen. Die Sprache ist direkt, voller Herz und schräger Bilder – eine Einladung, sich zwischen den Hollen, Hexenhäuschen und Dorffesten zu verlieren. Wer Generationenromane wie „Armut ist ein brennend Hemd“ liebt, findet hier ein Stück deutscher Zeitgeschichte, das so eigenwillig, wild und zärtlich ist wie Apollonia selbst. Ein Heimatroman, der nachklingt wie das Lied von der Sommernooscht und Bloiteduft – rau, ehrlich, unvergesslich.
Roman
Details
| Verlag | Eichborn |
| Ersterscheinung | 30. September 2020 |
| Maße | 18.6 cm x 12.5 cm x 3.2 cm |
| Gewicht | 371 Gramm |
| Format | Softcover |
| ISBN-13 | 9783847900603 |
| Auflage | 1. Aufl. 2020 |
| Seiten | 384 |