{"product_id":"disability-faciality-and-redaction-von-grant-f-gates","title":"Disability, Faciality, and Redaction","description":"Die meisten Studien, die sich aus der Perspektive der Disability Studies mit der Bibelwissenschaft befassen, stützen sich in erster Linie auf synchrone Ansätze zur Auslegung des biblischen Textes. Zwar wurden historische Aspekte nicht außer Acht gelassen, doch wurden historisch-kritische Ansätze nicht hinreichend in einen Dialog mit den Disability Studies gebracht. Grant F. Gates interpretiert das deuteronomistische Geschichtswerk diachron mittels Erkenntnissen aus den Disability Studies, um redaktionskritische Fragen zu erörtern. Er argumentiert, dass sich im 9. bis 6. Jh. v. Chr. in Juda andere Vorstellungen von Behinderung herausbildeten als im nördlichen Königreich Israel. Der Autor stützt sich auf die kritische Theorie von Gilles Deleuze und Félix Guattari, insbesondere auf deren Konzept der Facialität. Spätere Entwicklungen der Deleuze-Guattari-Theorie haben eine nicht-repräsentative Theorie hervorgebracht; der Autor schlägt die Anwendung eines solchen Theorieansatzes vor, der in erster Linie auf Facialität aufbaut. Unterscheidbar werden damit im dtr. Geschichtswerk unterschiedliche Facialitäten für ähnliche Beeinträchtigungen von Behinderung, speziell eine israelisch-nördliche und eine judäisch-südliche. Konkret untersucht der Autor Sehbehinderungen, Hautkrankheiten und Mobilitätseinschränkungen im dtr. Geschichtswerk und argumentiert, dass im Norden weniger entwickelte, weniger identitätsstiftende und flexiblere Vorstellungen von Behinderung vorhanden waren, im Süden hingegen stärker entwickelte, repräsentativere und territorialisiertere Vorstellungen. Diese Unterschiede kann man mit Fragen an die Redaktion der Texte koppeln, besonders fruchtbar etwa in der David-Erzählung. Die Auseinandersetzung mit Darstellungen von Behinderung durch einen nicht-repräsentativen Ansatz offenbart die inhärente Instabilität von Behinderungskategorien. Mit der Betonung des repräsentativen Charakters von Behinderung als „Facialität\" übt die Studie eine umfassendere Kritik der Repräsentation und ermöglicht so eine Deterritorialisierung von Behinderung im dtr. Geschichtswerk.\u003cdiv class=\"aw-variant-hidden-subtitle-div\" id=\"aw-variant-subtitle-9783162006356\"\u003e\u003ch3\u003eDeterritorializing Disability in the Deuteronomistic Collection\u003c\/h3\u003e\u003c\/div\u003e","brand":"Autorenwelt Shop","offers":[{"title":"Softcover - 9783162006356","offer_id":57774869545285,"sku":"9783162006356","price":90.0,"currency_code":"EUR","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0940\/0622\/files\/b008d1f5-e8dc-4405-9de3-da62d27be63e.jpg?v=1779512591","url":"https:\/\/shop.autorenwelt.de\/products\/disability-faciality-and-redaction-von-grant-f-gates","provider":"Autorenwelt Shop","version":"1.0","type":"link"}