{"product_id":"die-distanzierte-darstellung-des-wunderbaren-in-der-apostelgeschichte-von-manuel-nagele","title":"Die distanzierte Darstellung des Wunderbaren in der Apostelgeschichte","description":"Ein verbreitetes Vorurteil geht von einem naiven Wunderglauben antiker Menschen aus. Doch schon damals finden sich von einem ungebrochenen Wunderglauben bis hin zu einer radikalen Wunderkritik alle denkbaren Positionierungen. In den Geschichtswerken antiker Historiker spiegelt sich die Umstrittenheit mirakulöser Phänomene darin wider, dass Wunderberichte distanziert dargestellt werden. Die Lukasforschung hingegen geht davon aus, dass Lukas diese Konvention der Wunderdistanz trotz seines historiographischen Anspruchs nicht bemüht, sie nicht einmal kennt. Manuel Nägele widerlegt diesen Konsens, indem er zwei jüngere Einsichten aus den Altertumswissenschaften aufgreift, wonach Wunderdistanz nicht zwingend an einer kritisch-skeptischen Einstellung des Historikers gegenüber dem Wunder(baren) liegen muss und wonach davon ausgegangen werden kann, dass Historiker ihre Anliegen nicht nur durch auktoriale Einschübe kommunizieren, sondern auch intradiegetisch über eine entsprechende Ausgestaltung der erzählten Welt vermitteln. Vor diesem Hintergrund arbeitet Nägele mit Anleihen aus dem literaturwissenschaftlichen Diskurs zur Phantastik und mithilfe erzähltechnischer Analyseinstrumente die gängigen Distanzierungsstrategien antiker Historiker heraus und überprüft dabei, ob und inwiefern dort auch die Wunderdistanz nicht nur extradiegetisch, sondern auch intradiegetisch realisiert wird. Anschließend wendet der Autor diese Einsichten auf das lukanische Doppelwerk an. Dabei zeigt sich, dass Lukas bei einigen Wunderberichten, insbesondere in der zweiten Hälfte der Apostelgeschichte, auf subtile Weise mit der Wunderdistanz operiert, indem er diese intradiegetisch einspielt. Offensichtlich kennt Lukas diese Konvention also nicht nur, sondern weiß diese auch für seine Zwecke zu nutzen. Nägele schließt mit einer Erörterung dessen, was diese Einsicht für den lukanischen Rezipientenkreis bedeuten könnte, und geht der Frage nach, weshalb Lukas nicht alle Wunder distanziert darstellt.\u003cdiv class=\"aw-variant-hidden-subtitle-div\" id=\"aw-variant-subtitle-9783162008121\"\u003e\u003ch3\u003eEine erzähltechnische Konvention antiker Historiographie bei Lukas\u003c\/h3\u003e\u003c\/div\u003e","brand":"Autorenwelt Shop","offers":[{"title":"Hardcover - 9783162008121","offer_id":57949745971525,"sku":"9783162008121","price":175.0,"currency_code":"EUR","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0940\/0622\/files\/d1b2dfb0-2ccb-44bc-a006-6b0a7fe16f5c.jpg?v=1783052407","url":"https:\/\/shop.autorenwelt.de\/products\/die-distanzierte-darstellung-des-wunderbaren-in-der-apostelgeschichte-von-manuel-nagele","provider":"Autorenwelt Shop","version":"1.0","type":"link"}